Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018379
während des 
Jahrh. 
327 
auf jede Gefahr hin ausgerottet werden musste. Dieser Betrachtung 
Waren alle andern untergeordnet. 8) Die Schotten liebten die Freiheit 
und hassten England. Jedoch selbst diese zwei Leidenschaften, 
trotz aller ihrer Stärke, waren nichts im Vergleich mit ihrem 
innigen Wunsche, ihre eigene presbyteirianisehe Verfassung nöthigen- 
falls mit der Schärfe des Schwertes auszudehnen und zu verbreiten. 
Dies war ihre erste und wichtigste Pflicht. Sie fechten allerdings für 
Freiheit, aber vor Allem fechten sie für Religion. In ihren Augen 
war Karl das götzendienerische Haupt einer götzendienerischen 
Kirche, und diese Kirche zu zerstören waren sie entschlossen. 
Sie fühlten, dass ihre Sache eine heilige sei und voll Vertrauen 
zogen sie aus, überzeugt, das Schwert Gideoifs sei für sie gezogen 
und ihre Feinde würden ihnen in die Hände gegeben werden. 
Der Aufstand gegen Karl I. war daher von Seiten der Schotten 
wesentlich religiös, während er von Seiten der Engländer wesent- 
lich weltlich war. 9)' Dies war der Fall, weil bei uns der Laie 
stärker als der- Geistliche war, während bei ihnen die Geistlichen 
stärker als die Laien waren. Als sich 1643 beide Nationen gegen 
den König vereinigt hatten, wurde es für wünschenswerth gehalten 
ein enges Bündniss zu schliessen; aber in den Verhandlungen, 
welche darauf folgten, wünschten, wie ein Zeitgenosse bemerkt, 
die Engländer blos ein bürgerliches Bündniss, die Schotten hin- 
gegen einen ReligionsbundÄo) Und da sie den Krieg nur unter 
der Bedingung, dass dies gewährt werde, fortsetzen wollten, so 
mussten die Engländer nachgeben. Und so entstand der „Feier- 
s) "The rooting out of prelaey und the wieked hierarchy therein so obviously 
deseribed, is the mein duty." Naphtali, or the Wresiliwys of tlzc Ulm-roh of Scotlavzd, 
p. 53, 54. Dies bezieht sich auf den Goyenant von 1643. Ebenso sagt der Fortsetzer 
von Roufs History of the Ifirk, p. 521, unter dem Jahr 1639, that the objeet of the 
war was, „to withstand the prelatieall faetion and malignant, countenance-d by the 
kinge in his owne persone." Vergleiche den Ausfall des Predigers Samuel Ruther- 
ford gegen „the aeeursed and wretehed prelates, tbe Antichrisifs first-born, and the 
ürst fruit of bis foul womb." lßzzithcofordäe Religious Leiters, p. 179. 
9) Unser Bürgerkrieg war nicht religiös, sondern ein Kampf zwischen der Krone 
und dem Parlament. Siehe die Anmerkung 42 im siebenten Kapitel des ersten Bandes 
dieses Werks.  
m) Im September .164?) sagt Baillie, in seinem Bericht über die Verhandlungen 
der Westminster Versammlung des vorhergehenden Monats: „In our (iommitteeg 3,150 
we had hard enough debates. The English were fer a eivill League, we for a religious 
Covenant." Letter to Mr. William Spßng, düfßd Ülid September 1643, in Bailliüs 
Letters aml Journals, II, 90.
        

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