Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018303
320 
Zustand 
Schottland im 
VOR 
und 
Jahrh. 
Zeit interessiren soll, und etwas vielleicht, worauf die Nachwelt 
weiter bauen mag. Es wird jedoch nur ein Fragment meines 
ursprünglichen Planes bleiben. In denl beiden letzten Kapiteln 
habe ich versucht, und in den beiden nächsten will ich den Ver- 
such fortsetzen, ein merkwürdiges Problem in der Geschichte Schott- 
lands zu lösen, welches mit andern Problemen von noch grösserer 
Wichtigkeit in genauer Verbindung steht; aber obwohl die Losung, 
wie ich glaube, eine vollständige sein wird, so werden doch die 
Zeugnisse für diese Lösung ganz gewiss unvollkommen sein. leh 
füge mit Bedauern hinzu, dass diese Unvollkommenheit von nun 
an wesentlich an meinem Plane haftet. Sie ist ihm wesentlich, 
weil ich daran verzweifle, den Mängeln in meinem Wissen abzu- 
helfen, die sich mir mehr aufdringen, wie sich mein Gesichtskreis 
erweitert. Sie ist ihm auch darum wesentlich, weil nach Schätzung 
meiner eigenen Kraft, der wahrscheinliehen Dauer meines Lebens 
und der Grenzen, bis zu denen die Arbeit mit Sicherheit aus- 
gedehnt werden kann, ich zu dem Schlüsse habe kommen müssen, 
dass diese Einleitung, die nach meinem Plane eine solide Grund- 
lage werden sollte, um später auf ihr die Geschichte Englands 
aufzubauen, entweder bedeutend abgekürzt und folglich ihrer 
Kraft beraubt werden muss, oder, wenn ich sie nicht abkürze, 
dass ich dann kaum im Stande sein werde, mit der Ausführlichkeit 
und mit der Fülle des Details, welches sie so reichlich verdienen, 
die Thaten der grossen und glänzenden Nation zu erzählen, mit 
der ich am besten bekannt bin und zu der ieh mich selbst mit Stolz 
als Mitglied rechne. Mitdem freien, edeln und hochsinnigen 
Englischen Volke sind meine Sympathien am genauesten verbunden, 
ihm ist meine Liebe natürlich zugewendet; aus seiner Literatur und 
aus seinem Beispiel habe ich das Beste gelernt, und es ist jetzt 
der liebste und theuerste Wunsch meines Herzens, dass es mir 
gelingen möge, seine Geschichte zu schreiben und die aufeinander 
folgenden Phasen seiner mächtigen Laufbahn zu entfalten, während 
ich der Aufgabe noch einigermaassen gewachsen bin, und ehe 
meine Kräfte zu schwinden oder das Vermögen anhaltender Auf- 
merksamkeit sich zu verlieren beginnt.
        

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