Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018284
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Zustand 
VOTI 
Sch 
mttland 
damit ihre Zeitgenossen in ihren Vorurtheilen stören. Während 
ihm Unwissenheit und Schlimmeres als Unwissenheit zugeschrieben 
wird, Während seine Absichten entstellt und seine Unbescholtenheit 
in Zweifel gezogen, während er angeklagt wird, den Werth sitt- 
licher Grundsätze zu leugnen und die Grundlagen aller Religion 
anzugreifen, als wäre er ein öEentlicher Feind, der sich ein Ge- 
schäft daraus mache die Gesellschaft zu verderben, und dem es 
zum Vergnügen gcreiche das Unheil zu sehen, das er anrichten 
könne; während diese Beschuldigungen vorgebracht und von Mund 
zu Mund wiederholt werden, muss er fähig sein schweigend die 
gerade Richtung seines Weges zu verfolgen ohne Abweichung, 
ohne Stocken und ohne seinen Weg zu verlassen, und auf das 
zornige Geschrei zu achten, das er wohl hören muss und dessen 
Züchtigung nicht zu wünschen eine mehr als menschliche Lang- 
muth wäre. Dies sind die Eigenschaften und die grossen 
Entschlüsse, die dem unerlässlich sind, der glaubt, dass zu 
dem wichtigsten aller Ziele die alten Wege ausgefahren und 
unbrauchbar sind, und darum einen neuen auf seine eigene Hand 
einzuschlagen sucht und bei der Anstrengung nicht nur möglicher- 
weise seine Kräfte erschöpft, sondern ganz gewiss sich die Feind- 
schaft derer zuzieht, die darauf erpicht sind die alte Methode 
unversehrt aufrecht zu erhalten. Das grosse Problem der Begeben- 
heiten zu lösen, jene verborgenen Verhältnisse zu entdecken, welche 
den Weg und die Schicksale der Nationen beherrschen; und in 
den Begebenheiten der Vergangenheit einen Schlüssel. zu den 
Schritten der Zukunft zu finden, ist nichts Geringeres als in eine 
einzige Wissenschaft alle Gesetze der moralischen und physischen 
Welt zusammenzufassen. Wer dies ausführt, wird den Bau unserer 
Wissenschaft neu aufführen, seine verschiedenen Theile in eine 
neue Ordnung bringen und seine anscheinenden Disharmonien in 
Einklang setzen. Vielleicht ist der menschliche Geist auf eine so 
grossartige Unternehmung kaum vorbereitet. Jedenfalls wird der 
Unternehmer Wenig Theilnahme und wenig Gehülfen finden. Und 
mag er arbeiten wie er will, die Sonne und der Mittag seines 
Lebens wird vergehen, der Abend seiner Tage wird ihn erreichen 
und er selbst die Bühne zu verlassen haben, bevor er das Werks 
beendigen konnte, dessen Vollendung er vergebens gehofft. Er 
mag den Grund legen, seine Nachfolger werden das Gebäude 
aufführen. Ihre Hände werden die letzten Striche thun, sie werden 
den Ruhm erndten, ihre Namen werden fortleben, wenn der seinige
        

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