Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1015227
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des 
Geschichte 
Span. 
Geistes 
den. 19) Und dass dies nicht etwa eine bedeutungslose Ceremonie 
war, geht aus andern ähnlichen Thatsachen hervor. Ganz die 
nämliche Richtung sehen wir in ihrer Jurisprudenz, denn nach dem. 
Gesetzbuch der Westgothen konnte jeder Laie als Kläger oder als 
Beklagter darauf bestehen, seine Sache nicht durch das Weltliche 
Gericht, sondern durch den Bischof entscheiden zu lassen. Ja, 
selbst wenn beide Parteien einig Waren, das weltliche Gericht 
vorzuziehn, behielt dennoch der Bischof die Macht, die Entschei- 
dung für ungültig zu erklären, wenn er sie für unrichtig hielt;_ es 
war ganz besonders sein Geschäft, die Rechtspflege zu überwachen 
und die Richter zu instruiren, wie sie ihre Pflicht ausüben soll- 
tenß") Ein weiterer Beweis, der noch trauriger ist, von der 
Uebcrmacht der Priester ist dieser,ßdass die Gesetze gegen die 
Ketzer in Spanien schärfer als in irgend einem andern Lande 
waren; besonders wurden die Juden mit unnachsichtiger Härte 
verfolgtß) Ja, der Wunsch, den Glauben aufrecht zu erhalten, 
49) 1m Jahr 688, auf dem Concil zu Toledo, „le roi Egica y etoit en personne; 
et apres s'ätre prosterne devant les eveques, suivant Zu coutmne, il üt lire un memoire 
oü il leur demandoit conseil," etc. Fleury, Histoire Ecchäsiastique, IX, 89, Paris 17 58. 
90) Siehe einen kurzen aber tretflichen Abriss dieses Theils des Westgothischen 
Codex in Dunham's History of Spain, IV, 77, 78; vielleicht der besten Englischen 
Geschichte eines fremden Landes. „In Spain, the bishops had e special charge to 
keep contiuual watch over the administration of justice, and were summoned on all 
great occasions to instruct the judges to act with piety und justice." Milmanäw 
Estory of Latin Ohristianity, 1854, I, 386.  633 weis": die Versammlung von Toledo 
die Bischöfe an, Richter zu ermahnen. Flewry, Histaire Eccläsiastiqzae, VIII, 313; und 
ein gelehrter Spanischer Gesetzkundiger, "Sempere, sagt von den Bischöfen: „Le code 
du Fuero Juzgo fut leur ouvmge; les juges, ätaient zujets ä leur juridietion; les 
plaideurs, greves par 1a sentence des juges, pouvaient se plaindre aux äveques, et 
ceux-ci evoquer ainsi leurs arrets, les räformer, et chätier les magistrets. Les procu- 
reurs du roi, comme les juges, ätaient obliges de se präsenter eux synodes dioeäsains 
annuels, pour apprendre des ecclesiestiques Padministration de 1a justice; eniin le 
gouvernement des Goths nüätait qu'une monarchie thäocratique." Senzpere, Monarchie 
Espagnole, Paris 1826, I, G, II, 2l2--2l4. 
 9') „The terrible laws against heresy, and the etrocious juridieel perseeutions of 
the Jews, alreedy designate Spain es the throne and centre of merciless bigotry." 
Milmanäs History of Latin Olzristianity, I, 381. "Tun luego como 1a religion eatölica 
se hallö dominando en el trone y en el pueblo, eomenzaron los concilienos toledanos 
ä dictar dispesiciones cenönicas y ä. prescribir castigos contre las idolatras, eontra los 
judios, y c0ntra.1os hereges." Lafuente, Historia de Espaiia, IX. 199, 200. Siehe 
auch 214, und II, 406, 407, 451. Presdotfs History of Ferdinand und Imbclla, 
I, 235, 236. Johnstanäs Institutes of the Civil Law of Spain, p. 262. (Jiroaurt, 
Histoires des Arabes d'Espagne, I, 260, 261; und Southegjs Olwonicle of tlw Cid,
        

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