Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018188
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Zustand 
Schottland 
VOII 
Aber nach der Vereinigung wurden seine armen und bisher müssigen 
Einwohner durch die Thätigkeit, die sie zu beiden Seiten wahr- 
nahmen, in Bewegung gesetzt. Allmählig erweiterte sich ihr Gesichts- 
kreis, und die Einführung einer Garnfabrik im Jahre 1725 wurde 
für sie der erste Schritt auf der grossen Laufbahn, in der sie nie 
innehielten, bis sie Paisley zu einem grossen industriellen Platze 
und zur fruchtbaren Mutter aller Gewerbe, die dem Verkehr dienen, 
erhoben hattenqm) 
Auch war die Bewegung nicht auf den Westen allein beschränkt. 
Der Handelsgeist wurde in ganz Schottland so vorherrschend, dass 
er dem alten theologischen Geiste, der doch so lange die Überhand 
gehabt, Boden abgewann. Bisher hatten sich die Schotten um 
wenig anderes als um religiöse Streitigkeiten bekümmert. In jeder 
Gesellschaft waren sie der Hauptgegenstand der Unterhaltung- ge- 
wesen, an sie hatten die Menschen ihre Kraft verschwendet, ohne 
den geringsten Nutzen weder für sich noch für andere. Aber u1n 
diese Zeit bemerkte man, dass die Verbesserung der Fabriken ein 
gewöhnlicher Gegenstand des Gesprächs wurde. m) Diese Nachricht, 
die uns ein gut unterrichteter Schriftsteller über seine Ergebnisse 
giebt, ist ein merkwürdiger Beweis von der Veränderung, welche 
mit einem schwachen Anfange den Schottischen Geist übersehlich. 
Sie zeigt, dass jedenfalls eine Neigung vorhanden war, sich von 
Gegenständen abzuwenden, die unserm Verstandniss unzugänglich 
sind und deren Erörterung keine andere Wirkung hat, als die 
Streitenden zu erbittern und "sie gegen Andersdenkende in der 
Religion unduldsamer als je zu machen. Unglücklicherweise waren, 
wie ich gleich zeigen werde, andere Ursachen in 'l'hatigkeit, welche 
offenbar mit Stolz, diese eine Strasse habe hübsche Häuser gehabt. Orawfurdhs Histov-y 
of tlw Slaire af Rmfrew, part III, p. 305, edit. Paisley 1'782, 4to. 
n") DenlwlmÄs History of Glasgow, p. 546, 54T; und Sinclaia-Ke Staiistiaal Account 
of Scolland, VII, p. _62-64. Siehe auch über den Aufschwung Pgiisleys Heaven's Jour- 
my thrauglz the Western Counties of Scotland, II, 399, 400; Pennrmfs Tour in Scot- 
hmd, 11, 144;, und Craufurefs Historg) of tlw Skire of Rmfv-ew, Part  p_ 321_ 
Früher war Paisley auf andre Weise berühmt. Im Mittelalter hegte es Schwärme von 
Mönchen. Keith (Oatalogue of öbotclz. Bislwps, p. 252, Edinburgh 1755, 4to) sagt uns: 
„it formerly was a. Priory, and afterwards changerl into an Abbey of Black Monks." 
m) Der Verfasser von The Inteo-est of Scotland considered, Edinburgh 1733, sagt 
(P- XVL) dass Seit 1727, „we have happily turned our eyes npon the improvement of our 
manufactures, which is now a. common subjeet in discourse, and this contributes not 
a little to its success." 
        

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