Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018153
17. und 
Jahrh. 
305 
wetteifern. Die Folge war, dass Glasgow und die andern west- 
lichen Hafen fast auf demselben Punkte stehen blieben; sie hatten 
verhaltnissmassig geringe Mittel, den Unternehmungsgeist zu be 
friedigen, der sich gegen Ende des I7. Jahrhunderts unter ihnen 
aufthat, und durften mit den reichenKolonien, die jenseit des 
Atlantischen Ooeans gerade vor ihnen lagen, nicht in Verkehr 
treten, sondern waren durch die eifersüchtigen Vorsichtsmaassregeln 
des Englischen Parlaments gänzlich davon ausgeschlossen. m) 
Als aber die beiden Länder durch die Unionsacte vereinigt 
wurden, hörten diese Vorsichtsmaassregeln auf und Schottland 
konnte in directen Verkehr mit Amerika und den Westindischen 
Inseln treten. Die Wirkung, welche dies auf die nationale In- 
dustrie hervorbrachte, war fast eine augenblickliche; denn diese 
Verbindung gab dem Geiste, Welcher am Ende des 17. Jahr- 
hunderts unter dem Volke erschienen war, ein lileltl der Tfhatigkeit 
und wurde noch durch die viel allgemeineren Ursachen unterstützt, 
welche in den meisten Ländern Europas dieses Zeitalter zu er- 
höhter Industrie geneigt machten. Der Westen Sehottlands, der 
Amerika am nächsten war, fühlte diese Bewegung zuerst. 1707 
legten sich die Einwohner von Greenock ohne Mitwirkung der 
Regierung freiwillig eine Steuer auf, um sich einen Hafen zu bauen. 
Bei dieser Unternehmung entwickelten sie so viel Eifer, dass alle 
Werke um das Jahr 1710 vollendet waren; eine Werft-e und ein 
geräumiger Hafen waren gebaut und Greenock erhob sich plötzlich 
aus seiner Unbedeutendheit zu einer ansehnlichen Theilnehnierin 
an dem Handel auf dem Atlantischen Ooeanßß) Eine Zeit lang 
 
M9) „A spirit for commerce appears to have been raised among the inhabitants 
of Glasgow between the periods of 1660 and 1707, when the Union with England 
took place."     But, "whatever their trade was, at this time, it could not be con- 
siderable; the ports to which they Were obliged to trade, lay all to the eastward; the 
circuIn-navigation of the island would, therefore, prove an almost insumountable bar 
to the commerce of Glasgow; the people upon the east coast, from their situation, 
Would be in possession of almost the whole commerce of Scotland." Gibsovfs Hisiory 
qf Glasgow, p. 205, Glasgow 1777. 
113) "(Ehe importance of the measure induced the inhabitants of Greenock to make 
n. contract with the superior, by which they agreed to an assessment of 1a. 4d. stor- 
ling on every sack of malt, brewed into ale, within the limits of the town; the inoney, 
so levied, m be appliod in liquidating the exvßlwß ßf fßrming ß pwper harbour 
M: Greenock. The work was begun, at the epoch of the Union, in 1707; und a. ca.- 
pacious harbour, containing upwards of ten Scptish acres, was formed by building an 
extensive ßircular pier, with a stmight pier, or tongue, in the middle, by which the 
Buckle, Gesch. d. Civilisation. II. 20
        

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