Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1015204
10 
Geschichte 
des 
Span. 
Geistes 
Politik 12) aus denselben Beweggründen; und länger als ein Jahr- 
hundert hindurch wüthete ein Glaubenskrieg zwischen Frankreich 
und Spanien, durch den das Westgothische Reich ernstlich ge- 
fährdet, und mehr als einmal an den Rand des Untergangs gebracht 
wurde. Dadurch wurde in Spanien ein Krieg für National-Unab- 
hängigkeit zugleich ein Krieg für die nationale Religion, 13) und 
es entstand ein inniges Bündniss zwischen den Arianischen Königen 
und der Arianischen Geistlichkeit. Diese musste in jenen Zeiten 
der Unwissenheit durch eine solche Verbindung mit Sicherheit ge- 
winnenß) "und erhielt bedeutende weltliche Vortheile für ihre 
Gebete gegen den Feind und ebenso für ihre Wunder, welche sie 
gelegentlich ins Werk richtete. So wurde schon früh der Grund 
zu dem gewaltigen Einflusse gelegt, den die Spanische Priester- 
schaft seitdem immer besessen hat, und welcher durch spätere 
Ereignisse noch verstärkt wurde. Denn gegen das Ende des 
6. Jahrhunderts bekehrten die lateinischen Geistlichen ihre West- 
gothischen Herrn, die Spanische Regierung wurde orthodox und 
übertrug ihren Lehrern die nämliche Autorität, welche die Ariani- 
kriegt aber doch richtige speeulative Ansichten hege. "Mientras Alarico desfogaba su 
encono eontra los Catölicos, tuvö 1a Iglesia Galieana a1 consuelo de ver Catölico ä, su 
grau Rey (Jlodoveo. Era. el ünico Monarca. del mundo que xi. 1a sazon profesaba 1a 
Religion verdadera." Ortiz, Üompcnzlia de Za Historie: de Espaüa, I1, 96, Madrid 1796. 
w) So mnrschirte Childebert 531 gegen die Westgothen, weil sie Arianer waren, 
Fauriel, Hisioire de Za Gaule Jlläridionalc, II, 131; und 542 griffen Childebert und 
Chlothar noch einmal an und belagerten Saragossa, S. 142. „No advertiah los Godos 
10 que su falsa creeneia les perjildicaba, y si lo advertian, su obceeaeion les hacia no 
poner remedio. Los reyes francds, que eran catölicos, les movian guerras en las Galias 
por errianos, y los obispos eatölieos de 1a. misma. Galia. götiea deseaban 1a dominacion 
de los franeos." Lafucvzte, Historm de Espaüa, II, 380, Madrid 1850. 
43) "Los Francos per el amor que tenian ä 1a Religion Cathölica; que poco äntes 
abrazaran, aborrecian" ä los Visigodos eomo gente inüeionada, de 1a. secta Ärriana." 
Marioma, Historie: de Espaäa, II, 43. Und über eine ihrer grossen Schlachten sagt 
er, S. 46: "vulgermente se llamö el eampo Arriano por causa de 1a religion que los 
Godos seguian."  
 M) „En religion et en croyanee, eomme en toute ehose, les Visigoths se mon- 
trerent plus sörieux, plus profonds, plus tenaces que les Bnrgondes. J'ai dit ailleurs 
eomment ils etaient devenus presqne eu mäme temps ehrätiens et ariens. Transplantes 
en Geule et en Espagne, non seulement ils avaient perseverä dans leur heresie; ils s'y 
etaiellt aifermis, aifeetionnös, et dans le pen- que l'histoire laisse apereevoir de lcur 
clerge, on süzssure qu'il etait austere, zelä, et qu'il exerqait un grand empire sur les 
ehefs comme sur 1a, messe de 1a nation visigothe."     „Les rois visigoths se eroy- 
aieht obligäs ä de grandes demonstrations de respeßt pour leur clergä arien." Fauriel, 
Histoire de Za Gaule Märiclionale, I, 577, 578.
        

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