Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1017997
und 
Jahrh. 
289 
Es giebt Wirklich wenig Dinge, die absurder sind als der 
lügenhafte romantische Geist, welcher die Aufstände der Berg- 
sehotten als den Ausbruch ihrer aufopfernden Loyalität darstellt. 
Nichts war ihrer Seele fremder als dies. Die Bergschotten haben 
Verbrechen genug begangen und zu verantworten, man braucht sie 
nicht noch mit diesem überflüssigen Vorwurf zu belasten. Sie 
waren Diebe und Mörder, aber das war ihre Lebensweise, und 
sie fühlten den Vorwurf nicht. Obgleich sie unwissende Wilde 
Waren, so waren sie doch nicht so abgeschmackt, eine persönliche 
Anhanglichkeit zu der niederträchtigen Familie zu hegen, welche 
vor Wilhelm dem Dritten auf dem Throne von Schottland sass. 
Die Liebe zu solchenMenschen wie Karl II. und Jacob II. lässt 
sich vielleicht entschuldigen als eine Sonderbarkeit des Geschmacks, 
wovon man bisweilen hört. Aber alle ihre Nachkommen zu lieben, 
eine so Weitgreifende Zuneigung zu fühlen, um die ganze Dynastie 
einzuschliessen und zur Befriedigung dieser ausschweifenden Leiden- 
schaft nicht nur grosses Ungemach zu erdulden, sondern ein furcht- 
bares Uebel über zwei Königreiche zu bringen, würde eben so Wahn- 
sinnig als verbrecheriseh gewesen sein und die Bergschotten einer 
Art von Tollheit schuldig machen, die ihrer Natur ganz fremd ist. 
Sie brachen in Aufstand aus, weil der Aufstand zu ihren Sitten 
stimmte und sie alle Regierung und alle Ordnung hasstenßg) Aber 
Ifistory of lhe Rebellion, p. 123. -Dies war eine alte Gewohnheit von ihnen, wie 
Montrose schon hundert Jahre früher entdeckte, „wl1en many of the Highlanders, being 
loaded with spoil, deserted privately, and soon after returned to their own eountry." 
Wiskavßfs Memoirs of tlle Marquis of Mantras-e, Edinburgh 1819, p. 189. Und Burnet 
(Mcmairs of tlze Dukes of liIamilton, p. 172): „Besides, any companies could be 
brought down from the Highlands might do well enough for a while, but no order 
could be expected from them, f0r'as soon es they were loaded with plunder and spoil, 
they would run away home to their lurking holes, and desert those who had trusted 
them." Siehe auch p. 354. Ein neuerer Schriftsteller zieht einen Schleier über diese 
kleine Schwäche und bemerkt mit grosser Delicatesse. „the Highlanders, brave a5 
they were, had a eustom of returning home after a. battle." Tlwmsonls Memoirs of 
tlw Javobites, London 1845, I, 122. Bisweilen beraubten sie erst ihre Kameraden. 
Im Jahre 1'746 schreibt Bisset: „The Highlanders, who wenf 05' üfter the battel, 
earried off horses and baggage from their own man, the Lowlanders." D-iary of tlw 
Reverend Jolm Bisset, in Miscellany af lhe Spalding Club, I: 377, Aberdßen 1841, 41:0. 
 sß) "Whoever desired, with the sword, to disturb or overturn a fixed govcrnment, 
was eure of the aid of the chiefs, because a settled government was ruinous to their 
power, and almost inimical to their existence. The more it cultivated the arte of 
Deace, and throve on industrially created well-being, the more did it drive into an 
antagonist pnsition a people W110 did not change their natura, W110 made no industriul 
Buckle, Gesch. d. Civilisation. II. 19
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.