Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1015179
VOID 
des 
bis zur Mitte 
Jahrh. 
Eine andre Eigenthümlichkeit dieses merkwürdigen Landes ist 
das Vorherrschen des Hirtenlebens, und dies wird hauptsächlich 
durch die Schwierigkeit, die geregelte Lebensart des Aekerbaues 
einzuführen, erzeugt. In den meisten Gegenden Spaniens macht 
es das Klima dem Arbeiter unmöglich, den ganzen Tag zu arbei- 
tenf) und dann befördert diese erzwungne Unterbrechung unter 
den Leuten eine Unregelmässigkeit und Unstetigkeit ihrer Zwecke, 
wodurch sie eher zu dem Wanderleben des Hirten, als zu dem 
geregelten Beruf des Ackerbaues bewogen werdenß) Während des 
Valencia mediado el mes de Diciembre, con que mnchos edificios cayerou par tierra, 
otros quedöron desplomados; que era maravilla y lastima. E1 pueblo como agorero que 
es, pßozsaba ewm seiiales de! oielo y pronosticos de los daüos que temian." Die Geschichte 
von Spanien ist so voll von solchen Ereignissen, dass man sie unmöglich alle anführen 
oder sich auch nur auf sie beziehen kann. Der Gegenstand ist aber so wichtig und 
ist so falsch dargestellt worden, dass ich noch ein Beispiel anführe, wie Erdbeben 
zur Förderung des Aberglaubens mitwirken; selbst auf die Gefahr den Leser zu 
ermüden, will ich es hersetzen. Es ist aus Presemffe Hist. of Ferdin. und Isabella, 
Paris 1842, III, 174: „l504 hatte ein Erdbeben, begleitet von einem furchtbaren 
Orkan, wie sich die ältesten Leute keines erinnerten, Andalusien heimgesucht, beson- 
ders Carmona, das der Königin gehörte, und dort schreckliche Verwüstung angerichtet. 
Die abergliiubigen Spanier lasen in diesen Heimsuchungen die prophetischen An- 
zeichen, wodurch der Himmel ein grosses Ungemach ankündigt. Und 
in allen Tempeln wurden Gebete angestellt! 
7) Buckle, I, 39'und Labordds Spam, IV, 42.  
8)_Ein Schriftsteller aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts bemerkt: „El gran 
numero de pastores que hay." Üztariz, Theorien y Praotiufde Comercio, 3. Ausg. 
Madrid 1757, folio, 20. Ueber die Zeit der Araber siehe Oomle, Historia ide la Dkoßni- 
nacian, 244: „Muchos pueblos, siguiendo su natural inelinacion, se entregaron ä. 1a 
gßnß-deriih" Daher „the wandering life so eongenial to the habits of the Spanish 
Peßsantryai" wie in 000758 52Min, I, S5 bemerkt wird, wo jedoch der Zusammenhang 
davon mit der physischen Beschaffenheit des Bodens nicht angedeutet ist. Die Er- 
klärung dieser Erscheinung giebt Ticknor mit gewohnter Genauigkeit und Scharfsicht; 
„The climate and condition of the Beninsula, whieh from a very remote period had 
favoured the shepherd's life and his pursuits, facilitated, no doubt, if they did not 
occasion, the first introduction into Spanish poetry of a pastoral tone, whose echoes 
are heard far back among the old ballads."     „From the Middle Ages the oceu- 
pations of a shepherd's life had prevailed in Spain and Portugal to a greater extent 
than elsewhere in Europa; and, probably, in consequence of this circumstance, eclogues 
und bucolies were early known in the poctry of_both conntries, und became conneeted 
in both with the origin of the popular drama." T icknoräs History of ßyaanish Lite- 
rature, London 1849, III, 9, 36. Ueber die pastorale Literatur Spaniens siehe: 
Bouterwe7v's History of Spanish Liieraiure, London 1823, I, l23_l29; und über die 
grosse Anzahl pastoraler Romanzen, Soutlwyäs Lettarefrom Spam, Bristol 1799, p. 336. 
Diese Schriftsteller haben jedoch den ganzen Gegenstand nicht ins Auge gefasst und
        

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