Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1017742

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Zustand
Schottland
Wir können uns leicht vorstellen, welches das spätere Betragen
von Männern gewesen sein wird, die lediglich wegen ihrer eigenen
Erhöhung und um ihrem Könige zu Gefallen zu leben, so die
hochgehaltene Unabhängigkeit der Schottischen Kirche aufgeben
konnten. Die vor denen kriechen, die über ihnen stehen, treten
allemal diejenigen mit Füssen, die unter ihnen stehen. SQ wie sie
nach Schottland zurückkehrten; theilten sie die Weihe, welche sie
in England erhalten hatten, den andern Bischöfen, ihren Amts-
brüdern, mitf") diese waren von derselben Sinnesarf als sie; in
dem Punkt nämlich, dass sie alle Jacob bei seinem Unternehmen
halfen, die Freiheiten ihres Vaterlandes zu unterdrücken. Jetzt
waren sie richtig ordinirt und ihr geistliches Leben vollendet; es
blieb ihnen also nur noch übrig, das Glück ihres weltlichen Lebens
zu sichern. Dies thaten sie dadurch, dass sie allmählich alle
Gewalt für sich allein zu erhalten suchten, und die, welche sich
ihnen widersetzten, mit unnachsichtlicher Strenge behandelten. Der
volle Triumph der Bischöfe war der Regierung KarPs I. vorbehalten,
in der eine Anzahl von ihnen Sitze im Geheimen Rathe erhielten,
wo sie sich mit einer so übermüthigen Unverschämtheit betrugen,
dass selbst Clarendon trotz seiner bekannten Parteilichkeit für
ihren Stand ihr Betragen tadelti") Zur Zeit Jacobls I. jedoch
setzten sie fast Alles durchßß) Sie beraubten die Städte ihrer
34) Calderwood sagt" mit schlecht verhehlter Bitterkeit, "efter the same maner
thaj: they were consecrated themselfs, als neere as they cauld ianitate." History of tlue
Kirlc, VII, 152. Vergl. Wozlroufs Uolleciioazs, I, part I, p. 293. "The Bishops ordea-
nerl in England keeped es near the manner takcn with themselves there as they eould."
32) "Same of them, by want of temper, or want of breeding, did not behave
themselves with that decency in their debates, towards the greatest men of the king-
dem, as in discretion they ought to have done, and as the others reasonably expectcd
from them." Olarendonäs- History qf tke Rebellion, edit. Oxford 1843, p. 35. In 1533,
„nine of them were privy eonncillorsf und „their pride was cried out upon as un-
supportable." Burozefs Memoirs af tlw Dukes of Hamiltovz, p. 38. Sir John Scot
wirft ihnen vor „insolenee, pride und avarice." Scofs Stqggering Stute uf tlae Scots
Statesmen, Edinburgh 1754, p. 41. Siehe auch 6119115551193? History of the Troubles, 1,"
46, 47, Edinburgh 1828, 4to.
33) Schon 1613 beklagt sich ein Brief von James Inglish (aufbewahrt in Wodroufs
Oollcctions, II, part I, p. H0, Glasgow, 1845, 4130), dass „the libertys of the Lord's
Kirk are greatly abridged by the pride of BishoPS, imd their power daily increases
over her." Bürgerliche Rechte wurden ebenso von den Bischöfen verachtet; und unter
andern Verordnungen, die sie erlangten, war "that no man should be permitted to
pYüCtiSC 01' PTOfSSS an? physic, unless he had firSt Satisüed the bishop of the dioeese

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