Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1017479
und 
J ahrh. 
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führten, bewogen die höhern Stände Ungleichheit zu Wünschen. 145) 
Ein Zusammenstoss war daher unvermeidlich und wurde durch 
diese kühnen Schritte der Kirche beschleunigt. Ja die Prediger, 
die sich auf das Volk stützten, suchten den Streit eher, als dass 
sie ihn vermieden hätten; sie führten die aufregendste Sprache 
gegen das Bischofswesen, und kurz vor ihrer Abschaffung desselben 
vollendeten sie und reichten beim Parlament ihr Zweites Buch von 
der Kirchendisciplin ein, worin sie dem geradezu widersprachen, 
was sie in ihrem Ersten Buch von der Disciplin gesagt hatten. 146) 
Dafür hat man sie oft der Unbeständigkeit bezüchtigt. 147) Aber 
der Vorwurf ist ungerecht. Sie waren vollkommen consequent und 
änderten nur ihre Maximen, um ihre Prinzipien zu behaupten. Wie 
jede Corporation, die es noch gegeben, sei sie geistlich oder 
weltlich, hatten sie zum obersten Grundsatz, ihre eigne Macht 
aufrecht zu erhalten. Ob dies ein gutes oder ein schlechtes Prinzip 
sei, das ist eine andere Frage; aber die ganze Geschichte beweist, 
dass es ein allgemeines ist. Und als die Anführer d6l'_SGh0i3iIiSOhGl1 
Kirche fanden, dass es auf dem Spiele stehe und dass die Frage 
die wäre, wer die Macht besitzen solle, verliessen sie mit voll- 
was damned." p. 526. James Melville (Autobiograplzy, p. 52) sagt, in Folge dieser 
Leistung habe sein Onkel Andrew „gat the nam of imononofariuraä, Episcaporum 
exaßtor, the ßinger out of Bisehopes." 
145) Tytler (Hisiory of Scatlavzd, VI, 302) bemerkt: „while the great body of the 
burghers, and,middle and lower classes of the people, were Presbyterians, a large pro- 
portion of the nobility supported episeopacy." Statt „a large Proportion," hätte er, 
ohne sich sehr zu irren, sagen können: "all." Wirklich "Melville himself says, the 
whole peerage was against him." Stepherfs History of tlw Clmrclz. of Scotland, I, 269. 
Forbes schreibt die aristokratische Bewegung gegen den Presbyterianismus den "godles 
atheists," zu, die behaupteten, „that there eould be nothing so contrair to the nature 
of a monarehie," etc., "than that paritie of authoritie in pastours." "Farbes, Oertaine 
Records tozzching lke Estate of tlw Kirk, p. 349, edit. Wodrow Soeiety. Siehe auch 
p. 355. „That Democratie (as they called it) whilk allwayes behoved to be full of 
sedition and troublle to ane Aristoeratie, and so in end to a Monarchie." Der Leser 
wird diese wichtige Aenderung in der Haltung der verschiedenen Klassen Sehottlands 
bemerken. Früher war der Clerus im. Bunde mit der Krone gegen den Adel. Jetzt 
verband sich der Adel mit der Krone gegen die Geistlichkeit. Diese hatte sich zu 
ihrer Vertheidigung mit dem Volke zu verbinden. 
446) Ueber die Verschiedenheit der beiden Werke finden sich einige beaehtenswerthe 
Bemerkungen in Argylfs Presbytery examined, 1848, p. 38-43. Aber obgleich der 
Autor viel vorurtheilsfreier ist, als die meisten Presbyterianer, so will er doch nicht 
zugeben, dass das zweite Buch von der Diseiplin dem ersten vollkommen widerspricht. 
447) Das haben die Schottischen EPiscoPil-len Sethßll- 
        

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