Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1017393
und 
Jahrh. 
229 
dies hiess, war leicht einzusehen; die Katholiken waren ja jetzt 
völlig abhängig von der Regierung, und die Regierung bestand in 
Wahrheit aus den Lords, die damals alle politische Macht als 
Monopol handhabten. 
Weil dies der Fall war, so wurden natürlich die Prediger 
durch die Bekanntmachung dieses Abkommens in grosse Aufregung" 
versetzt. Sie sahen wie ungünstig es für ihre Interessen War, und 
daher waren sie der Meinung, es sei ungünstig für die Interessen 
der Religion. Daher war es nach ihrer Meinung eine List des 
Teufels, dessen Zwecke damit gefördert werden solltenÄ") Denn 
jetzt sollten sie, die im Weinberge des Herrn arbeiteten, entmuthigt 
werden und Noth leiden, damit müssige Gäuche das verschlingen 
könnten, was ihnen von Rechtswegen zukämeßs) Die Herren 
vom Adel möchten wohl eine Zeitlang den Nutzen davon haben, 
aber die Rache Gottes wäre schnell und würde sie sicherlich er- 
reichen. M) Vom Anfang bis zum Ende wäre es nichts als Raub. 
In einem wahrhaft christlichen Lande würde das Eigenthum der 
Kirche unangetastet geblieben sein. m) Aber ach, in Schottland 
Leben in der Hand der Regierung stand, konnten nicht wohl mit ihr über Geldange- 
legenheiten rechten; und die Folge wer, dass fast Alles in die Hände des Adels fiel. 
H7) „The Ministeris, evin in the hegynnyng, in publict Sermonis opponed thame 
selves to suche corruptioun, for thei foirsmv the purpose of the Devill." KnoxKs 
History of tke Reformation, II, 310. 
U8) „For it seemeth altogether unreasonable that idle belleis seil devoure and 
ßfmsume the putrimouie of the Kirk, whill the faithfull traveilers in the Lord's viue- 
yarde suEer extreme povertie, and the needie members of Christ's bodie are altogether 
lleglected." Calderwooefs History of the Kirk, II, 484, 485. Dies war 1569; und 
1571 erklärt der berühmte Fergusou iu einer seiner Predigten, die Besitzer der Kirchen- 
güter, die grösstentheils zum Adel gehörten, für "ruffiaus." Siehe einen Auszug seiner 
Predigt in CkaZmers' History of Dunferanliozeep. 309, Edinburgh 1844. „For this day 
Christ is spuilzeit amaug us, quhil yt quhilk aucht to mantene the Ministerie of the 
Kirk und the pure, is geuin to prophene meu, dattereris in court, rufiianes, and 
hyreliugis." 
m) Im September 1571, John Row "preißhßd, wha in plane pulpet prommced to 
the lordis, for thair eovetusues, anrl becaus they wold not grent the just petitioues 
Of the Kirk, Godis heastie vengeance to fall upou them; aud seid, moreover, 'I cair 
uot, my lordis, your displeesour; for I speik my conscience befoir God, wha will 1101; 
Buffet sie wickitues end oontempt vnpunished." Banfzmfynefs Journal, edit. Edinburgh 
1806, p. 257. 
m) Im Jahre 1576 erklärte die Generalversammlung, ihr Recht an "ehe Pan-i- 
monie of the Kirk" sei „ex jure diviuo." Aots of the General Assembligs of the Kir]: 
Qf Scotland, I, 360, Edinburgh 1839, 4to. Mehr als 100 Jahre später zeigt ein
        

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