Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1015095
Inhalt. 
Xv 
Seite. 
Die inductive und deductive Methode kämpften in seinem Geiste um die Herr- 
schaft. Dieser Ooniiict überwältigte ihn. Dies ist eine der Ursachen der 
Dunkelheit seiner Gedanken und folglich auch seiner Sprache      537 
Seine natürliche Neigung zur Deduction; aber die Verhältnisse machten ihn 
inductiv, und er sammelte mit unermüdlichem Fleisse Thatsachen    538 
Dadurch machte er eine grosse Menge merkwürdiger physiologischer Ent- 
 
Er verfolgte die Geschichte der rothen Blutkiigelchen und kam zu dem Schluss, 
dass ihre Funktion nicht so sehr die Wiedererzeugung, als die Stärkung des 
 
Lange nach seinem Tode wurde dies dürch mikroskopische und chemische Unter- 
suchungen bestätigt; besonders durch Lecamfs Vergleichung des Bluts ver- 
schiedener Geschlechter und Temperamente            543 
Huntefs Untersuchungen über die Bewegungen der Pflanzen und Thiere   544 
Er erkennt die grosse Wahrheit an, dass die Wissenschaften von der anorgani- 
schen Welt die Grundlage zu denen von der organischen Welt bilden müssen 546 
Will alle Naturwissenschaften vereinigen, um zu zeigen, dass die Wirkungen 
der Natur immer gleichmässig sind und daher selbst in der scheinbar grössten 
Unregelmässigkeit die Regelmässigkeit vorherrscht          547 
Dies Streben, die Gesetze der Unregelmässigkeiten zu linden, machte die Patho- 
logie zu seinem Lieblingsfach                 548 
In seinen pathologischen Forschungen zog er die Missbildungen der Krystalle  
 
Als Physiolog wurde er erreicht oder übertrotfen von Aristoteles; aber als 
Patholog steht er mit der Grösse seiner Ansichten ohne Nebenbuhler da  550 
In der Pathologie wurde seine Vorliebe für die Deduction auffallender als in 
der Physiologie                     551 
Seine pathologischen Speculationen über die Principien der Thätigkeit und des 
 
Aber seinen Englischen Zeitgenossen, die im höchsten Grade inductiv waren, 
war seine Methode so zuwider, dass er fast gar keinen Einiiuss auf sie 
 
Dies ist 11m S0 merkwürdiger, da seine Entdeckungen über die Krankheit ihn 
anerkanntermassen zum Gründer der modernen Chirurgie und zum Urheber 
der Lehren gemacht haben, die jetzt im medioinischen Fache gelehrt werden 
Dies waren die grossen Leistungen der Schotten im 18, Jahrhundert. Diese 
herrliche Literatur im Gegensatz zu den erbärmlichen Erzeugnissen der 
Schottischen Geister im 17. Jahrhundert            
Die deductive Methode herrschte aber in beiden Jahrhunderten      
Sie fällt weniger in die Sinne als die inductive Methode. Letztere ist daher 
dem durchschnittlichen Verständniss zugänglicher und populärer als die 
Deduction. Und ebendaher ist es wahrscheinlicher, dass die Lehren der 
inductiven Wissenschaft auf den Nationalcharakter wirken als die der de- 
 
Die Theologie macht die einzige Ausnahme von dieser Regel       
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