Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1016961
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Schottland 
Zustand von 
durch die Schwächung der Krone, und theils durch die Noth- 
Wendigkeit, fortdauernd in Waden zu sein, um fremde Einfälle 
zurückzutreiben, wurden die räuberischen Sitten, die mit den 
frühesten Zuständen der Gesellschaft verbunden sind, befördert und 
daher die Herrschaft der Unwissenheit verlängert. Man lernte 
wenig, man wusste gar nichts. Bis zum 15. Jahrhundert gab es 
nicht einmal eine Universität in Schottland; die erste wurde zu 
St. Andrews im Jahre 1412 gegründetßl) Wenn die Adeligen nicht 
vor dem Feinde waren, beschäftigten sie sich damit, einander die 
Hälse zu brechen oder einander ihr Vieh zu stehlenß?) Und so 
unwissend waren sie, dass noch am Ende des 14. Jahrhunderts 
kein Schottischer Baron im Stande gewesen sein soll, seinen 
Namen zu unterzeichnen. 83) Und da noch nichts Aehnliches, wie 
 31) Arnot (History of Edinburgh, p. 386) sagt, die Universität St. Andrews wäre 
1412 gegründet werden; dasselbe wird gesagt in Kennedgfs Annals of Aberdeen, 
II, 83. Grierson in seiner History of St. Andrews, Gupar 1838, p. 14, sagt: „In 
1410, the city of St. Andrews first saw the esteblishment of its famous uiiiversity. 
the most ancient institution of the kind thet exists in Scotland;" aber p. 144 desselben 
Werkes heisst es, dass die Urkunde "constituting and declaring it to be a university," 
is "dated a1: St. Andrews, the 27th of February 1411." Siehe auch Lyorfs History 
of St. Andrews, I, 203-206, II, 223. So viel ist gewiss, „at the commencement of 
the fifteenth century, no university existed in Seotland; and. the youth w-ho were 
desixous of a liberal educetion were under the necessity of seeking it abroad."  
Lz_'f'e of Melvüle, I, 211. „The charter granted by the Pope, confirming the university, 
reeched Scotland in 1413." Lawsorfs Roman Uatholic Olmrck in Scotland, Edinburgh 
1836, p. 12. 
85) Dies waren Zeiten, wo, wie sich ein Schottischer Anwalt zart ausdrückt, 
"thieving was not the peculiar habit of the low and indigent, but often common to 
them with persons of rank and landed estate." Humrfs Commenturies an the Law of 
Scotlwnd, 4to, 1797, I, 126. Die gewöhnliche Form des Raubens war Viehdiebstahl, 
und so Wlrrde ein eigner Ausdruck dafür erfunden. S. 148 erfahren wir, dass er "was 
distinguished by the name of Hership or Herdship, being the driving awey of numbers 
of cattle, or other bestial, by the masterful force of armed people." 
33) 'l'ytler, der ein grosser Patriot und geneigt war alles Schottische zu über- 
schätzen, giebt nichtsdestoweniger zu: „from the accession of Alexander III. to the 
degth of David II. (i. e. in 1370), it would be impossible, I believe, to produße a 
single instance of a. Scottish baren who could sign his own name." Tytleads History 
of Svvtlund, II, 239, 240. Im Anfange des 16. Jahrhunderts ünde ich bei Gelegenheit 
bemerkt, dass "David Straiton, a oadet of the houSß 01' Laureston,"     „cou1d not 
read." Wodrotlfs Oollections, I, 5, 6. Der berühmte Häuptling Walter Scott of Herden 
verheirathete sich 1567; und „his marriage contract is signed by a. notary, because 
none of the parties conld write their uames," Olzambers" Annals, I, 46. Crawfurd 
(Histür?! Qf Renfrew, III, 313) sagt: „the modern practice of subscribing names to
        

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