Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1016829
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Zustand 
VOII 
Schottland 
desgleichen keine Seife. 43) Selbst die höhern bürgerlichen Stände 
würden Fenster für etwas Abgeschmacktes an ihren elenden Hausern 
gehalten haben;44) und sie Waren eben so unreinlieh an ihren 
Personen. als in ihren Häusern. Die Nachfrage nach Seife war 
zu gering, um irgend Jemand in die Versuchung zu bringen, Welche 
zu siedenßä) Andere Gewerbszweige waren eben so zurück. Im 
Jahre 1620 wurde die Kunst, das Leder zu gerben, zum ersten 
Male in Schottland eingeführt; 4") und wir wissen aus einer offenbar 
43) "Before tjlis time, soap was imported into Scotland from foreign countries, 
chieüy from Flanders." Ibirl, I, 507., unter dem Jahre 1619, wo erwähnt wird, dass 
in Leith eine Seifensiederei angelegt sei. „The sope-workes of Leith" werden erwähnt 
im Jahre 1650, in Ba-Äfbufs Annalss, IV, 68. 
44) Ray, der Schottland im Jahre 1661 besuchte, sagt: „In the best Scottish 
houses, even the king's palaces, the Windows are not glazed thronghout, but the upper 
part only; the lnwer have two woodon shuts or folds to open at pleasure and admit 
the fresh air."     „The ordinary country-houses arc pitiful c0ts,_ built of stone, 
and covered with turves, having in "them but one roorn, many of thenl no ehimneys, 
the Windows very small holes -and not glazed."  Rajs Itineruries, p. 153, edited by 
Dr. Lankester, London 1846. „About 1752, the glass window was beginning to make 
its appearance in the small farnr-houses." Browws -Hz'story qf Glasgow, II, 265, 
Edinburgh 1797.  
'15) 1650 wurde von den Schotten gesagt: "many of their women are so sluttish, 
that they do not wash their linen above once a month, nor their hands and faces above 
once a. year." Wltitcloclßs Mamorials, p. 468, London 1732, folio. Sechs oder sieben 
Jahre später sagt ein Reisender in Schottland: „the liuen they supplied us with, 
were it not to boast of, was little or nothing different from those female complexions 
that never washed their faces to retain theirkzhristendom." Franclfs Norlhern llIe- 
moirs, edit. Edinbourgh 1821, p. 94. Ein berühmter Schotte erwähnt im Jahre 1698 
die Unreinlichkeit seiner Landsleute, giebt aber einen komischen Grund dafür an; sie 
wird nach ihm grösstentheils durch die Lage der Hauptstadt bewirkt. „As the happy 
situation of London has heen the principal cause of the glory and riches o1" England, 
so the bad situation of Edinburgh has been one great occasion of the poyerty and 
imcleanliness in which the greater part of the pcople of Scotland live." Sesam! 
Disoourse cm the Afairs of Scotlzmd, in Fletcher of Saltomfs Political Werks, p. 119, 
Glasgow 1749. Ein anderer Schotte sagt unter seinen Erinnerungen aus dem ersten 
Theil des 18. Jahrhunderts: „ta.ble and body linen [were] seldom shifted." Memoirs 
by Sir Archibalrl Grant of Mohymusk, in Spalding Club Miscellany, H, 100, Aber- 
deen 1842, 4t0. Endlich haben" wir bestimmte Beweise, dass in einigen Theilen 
Sohottlands noch am Ende des 18. Jahrhunderts das Volk statt der Seife einen Ersatz 
brauchte, der zu ekelhaft ist, um ihn zu nennen. Siehe den Bericht von dem Prediger 
William Leslie an Sir John Sinclair, in Smclaifs Statistical Account of Scotlaozd; 
IX, 177, Edinburgh 1'793, 
Annals, 
512.
        

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