Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1016809
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Schottland 
Zustand von 
Zeiten ein schweres Lösegeld zu entrichten, um einem solchen 
Schicksal zu entgehen. 36) 
Diese Unsicherheit 37) machte sowohl im Norden als im Süden 
Sehottlands jedes friedliche Gewerbe unmöglich. Nirgends konnte 
eine Stadt gebaut werden, ohne in unmittelbarer Gefahr der Zer- 
störung zu schweben. Die Folge davon war, dass es viele Jahr- 
hunderte hindureh keine Fabriken, kaum einiges Gewerbe gab, 
und fast der ganze Handel in Tauschhandel bestand. 38) Manche 
36) Inverness wurde niedergebrannt 1429. Gregoryk History of tiw Western 
Highlands, p. 35; und 1455i, Bucltananlsi Rerum Soaticaruwn HzIs-ioria, XI, p. 322. 
„Der grösste Theil" der Stadt wurde auch 1411 eingeäschert. Siehe Anderson an 251m, 
Hzlqklzzvzds, Edinburgh 1827, p. 82. 
Aberdeen, das reicher war, reizte mehr, konnte sich aber auch besser wehren. 
Dennoch geben seine Stadtacten merkwürdiges Zeugniss von der beständigen Furcht 
seiner Bürger und von den Maassregeln gegen mögliche Angriffe manchmal der Eng- 
"ßländer, manchmal der Klaus. Siehe das Oouncil Register of Abewleevz (published by 
thc Spalding Club, 1844-1848, 4t0), I, 8, 19, G0, 83, 197, 219, 232, 268, II, 82. 
Das letzte Protocoll vom 31. Juli 1593 erwähnt: „the disordourit and lawles heland- 
men in Birss, Glentanner, and their about, nocht onlie in the onmerciful murthering 
of men and bairnis, bot in the maisterfull and violent robbing und spulzeing of all 
the bestiall, guidis, and geir of a gryt pairt of the inhabitantis of theas boundis, 
rasing of gryt hairschip furth cf the samen, being committit to ewous and nar this 
burgh, within XX mylis theirunto, deuysit and ordanit_ for preservatioun of this burgh 
and inhabitantis theirof, fra the tyrannous invasion of the saidis hieland men, quha 
has na respect to God nor man; that the haill inhabitantis of this burgh, fensiball 
persones als weill onfrie as frie, salbe in reddiness weill armit for the defenee of this 
burgh, thair awin lyvis, gudis, and geir, and resisting and repressing of the said 
heland men as occasioun salbe offered, at all tyrnes and houris as thay salbe requirt 
and ehargit." 
Noch 1688 finden wir Klagen darüber, dass Bergschotten aus Aberdeen und seiner 
Umgegend mit Gewalt Frauen entführt, lRecords_ of the Synod of Aberdeen, p.' 290. 
Ueber ihre Angriffe im 16. und 17. Jahrhundert siehe auch Keamedzjs Annuls of 
Abcrcleen, I, 133; Spaldinyis Estory of the Trouöles, I, 25, 217; Extraots from the 
Presbytery Boolfof Stmtlzbogie,  62, '73. 
37) Perth hörte sogar auf Hauptstadt von Schottlandzu sein, weil „its vicinity 
te the Highlands" es für den König gefährlich machte, dort zu residiren. Lawsonäs 
120m qf Perth, p. xxxr.  ' 
33) Ueber das Vorherrschen des Tauschhandels und den Geldmangel in Schottland 
siehe Spalding Club Miscellany, IV, p. 57-60, Aberdeen 1849, 4to. Im Jahre 1492 
musste die Stadt Aberdeen l. 4. 16 s. Schottischer Währung borgen. Kennedgf; Annals 
' of- Aberdcen, I, 61. Vergl. Sinclaifs Statistical Account of Saotland, X, 524. Fynes 
Moryson, der spät im 16. Jahrhundert in Schottland war, sagt: „the gentlemen reekon 
their revenues not by rents of money, but by chauldrons of victuals." Morysorfs 
"Iiinßrßry, Part III, p. 155, London, folio, 1617; ein seltenes, äusserst merkwürdiges
        

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