Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1016798
zum 
bis 
des 
Ende 
J ahrh. 
169 
den Städten ein Unterkommen fand, sind unsere besten Nachrichten 
sehr unvollkommen. Soviel aber ist gewiss, während der langen 
Englischen Kriege flüchteten sich die Einwohner gewöhnlich bei 
dem Herannahen der Feinde, und die elenden Hütten, in denen 
sie gelebt, wurden niedergebrannt. 34) Dadurch nahm die Be- 
völkerung einen unsteten und. herumstreichenden Charakter an; 
dieser hinderte die Bildung fester Sitten und Gewerbe, und so fiel 
ein Grund, weswegen Menschen sich zusammenünden, weg.- Dies 
findet ganz besonders seine Anwendung auf die südlichen Flach- 
lande; der Norden wurde von andern eben so drohenden Uebeln 
heimgesucht. Die wilden Hochländer lebten ganz vom Raube, 
waren immer damit bei der Hand und häufig gesellten sich ihnen 
'n0eh die Freibeuter der westlichen Inseln zu. Was nur den Schein 
des Reichthums an sich trug, hatte einen unwiderstehlichen Reiz 
für ihre Habsueht. Es war ihnen unmöglich von Jemandem zu 
Wissen, dass er etwas besitze, ohne den Wunsch, es zu stehlen; 
und gleich nach dem Stehlen war ihr grösstes Vergnügen das Veri 
Wüstenßö) Besonders Aberdeen und Inverness waren ihren An- 
fällen ausgesetzt, und zweimal während des 15. Jahrhunderts wurde 
Inverness völlig niedergebrannt; ausserdem hatte es zu andern 
34) Ueber dieses Niederbrennen der Schottischen Städte, welches die stehende 
Praxis unserer menschlichen Vorfahren gewesen zu sein scheint, siehe Chalmers" Gale- 
donia, II, 592, 593; Kennedys Annals of Aäerdeen, I, 18, 27, 375, II, 304; Mer- 
cefs Histury qf Dunfermline, p. 55, 56, Sinclaifs Scotland, V, 485, X, 584, XIX, 
161; Ridpatlfs Border History, 147, 221, 265. 
35) Eine merkwürdige Beschreibung wird von ihnen gegeben in einem schottischen 
Statut vom Jahre 1597. "They hawe lykwayis throche thair barbarus inhumanitie 
maicY and presentlie mekis the saidis hiefandis and Iles qlk ere meist cömodious in 
thame selwes alsueill be the ferteillitie of the ground as be riche fischeingis aktogidder 
vnprofütabill baithe to thame selfiis und to all vthuris his hienes liegis within this 
realme; Thay nathair intertening onie ciuill or honest societie amangis thame selfüs 
neyther zit admittit vtheris his hienesse lieges to trafficque within thair boundis vithe 
saiftie cf thair liues and gudes; for remeid quhairof und that the saidis inhabitantis 
of the saidis hilandeis and Iles may the better be reduced to ane godlie, honest, and 
ciuill maner of living, it is statute und ordanit," etc. 24m of Übß Parliaments of 
Saarland, IV, 138, edit. folio, 1816.  
Diese kleinen Eigenheiten der Bergschotten blieben in voller Kraft bis etwa zur 
Mitte des 18. Jahrhunderts, wie sich im Verlauf dieser Geschichte Zeigen wird" Ohne 
jedoch vorwegzunehmen, was in einem spätem Kapitel erzählt werden wird, will ich 
den Leser nur auf zwei interessante Stellen verweisen in Pennanfs Scotland, I, 154, 
und in Hmmäs Soollmzd, I, 218, 219; beide zeigen wie es kurz vor 1745 auesah.
        

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