Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1016771
des 
Ende 
bis zum 
Jahrh 
167 
Der nächste dem Ansehn des Adels günstige Zustand war die 
Bildung des Landes. Berge, Marschland, Seen und Moräste, die 
selbst durch die Hülfsmittel unserer Zeit erst ganz neulich zu- 
gänglich gemacht worden, gewährten den grossen Schottischen 
Häuptlingen Zulluchtsörter, wo sie der Macht der Krone ungestraft 
trotzen konnten. 29) Die Armuth des Bodens machte es ausserdem 
für Armeen schwer, ihren Unterhalt zu finden; und schon darum 
allein waren die königlichen Truppen ausser Stande, die gesetz- 
brüchigen und widerspenstigen Barone zu verfolgenßo) Während 
des 14. Jahrhunderts wurde Schottland beständig von den Eng- 
ländern verwüstet, und in der Zwischenzeit, wo sie abwesend 
waren, würde es für jeden König ein hoffnungsloses Unternehmen 
gewesen sein, wenn er so mächtige Unterthanen hätte demüthigen 
wollen; denn er hätte durch Gegenden marsehiren müssen, die vom 
Feinde so verwüstet waren, dass sie nicht einmal die gewöhn- 
lichsten Lebensbedürfnisse mehr trugen. Ausserdem schwächte der 
Krieg mit den Engländern das Ansehen der Krone überhaupt und 
im Verhältniss zum Adel. Ihre Besitzungen, die im Süden lagen, 
wurden unaufhörlich von den Grenzbewohnern verwüstet und vor 
der Mitte des 14. Jahrhunderts bedeutend entwerthet. 31) Im Jahre 
1346 fiel David H.- in die Hände der Engländer, und während 
seiner lljährigen Gefangenschaft setzten die Adeligen Alles durch 
und brachten es,  sagt ein Historiker, zu fürstlicher Haltung und 
29) Ihre Burgen waren daher durch ihre Lage die festesten in Europa, mit einziger 
Ausnahme der Deutschen. Ueber ihre Lage, wodurch sie oft fast unzugänglich wurden, 
siehe Ohalmevus" Ualedonia, II, 122, 406, 407, 918, 919, III, 268, 269, 356-359, 
E164; Pennemfs Scoihmd, I, 175, 178; Sinclairßs Scotlamd, III, 169, VII, 510, XI, 
102, 212, 407, 408, x11, 25, es, XIII, 593, xv, 187, xv, 554, XVIII, 579, XIX, 
474, XX, 55, 312; Mackgjs Scotland, p. 153, 297; und einige gute Bemerkungen in 
Nimenafs History Qf Stirlingslzire, p. 56. Weder England, noch Frankreich, noch 
Italien oder Spanien gewährten ihrer Aristokratie so ansserordentliche natürliche Vortheile. 
30) "BY Tetiring to his own castle, a mntinous baron could defy the power of 
his sovereign, it being almost inpracticable to lead an army through a harren country, 
to places of difflcult access to a single man." History of Swildßd, I, 59, in Robert- 
sonäs Works, edit. London 1831. Trotz des endlosen Stoifs, der Seit Robertsonü; Zeit 
ans Licht gebracht worden, ist seine Geschichte von Schottland immer noch werthvoll, 
weil er die Geisteskraft besass, allgemeine Gesichtspunkte zu fassen, die gemeinen 
Sammlern entgehen,_wenn sie auch noch so fleissig sind. 
34) "The patrimony of ehe Crown had been seriously dilapidated during the 
period of confusion which succeeded the battle of Durham." Qytlefs History of Sppt- 
lrmd, II, 86.
        

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