Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1016701
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Schottland 
Zustand von 
nahm die Westlichen Inseln in Besitz; und da Skye von dem Fest- 
lande nur durch einen sehr engen Kanal getrennt ist, so setzten 
diese Seeräuber ohne Mühe über und fassten in West-Boss Fussß) 
Aus ihren Sitzen führten sie einen ununterbrochenen und verheeren- 
den Krieg gegen alle Landstriche, die sie erreichen konnten; so 
hielten sie einen grossen Theil von Schottland in fortdauernder 
Angst und verhinderten etwa drei Jahrhunderte lang die Möglich- 
keit aller socialen Verbesserung. Das arme Land war wirklich 
nie sicher von den Gefahren Norwegischer Einfalle, bis im Jahre 
1263 der letzte grosse Angriff fehlschlug. In 'dem Jahre verliess 
Haco Norwegen mit einem gewaltigen Geschwader, das er auf den 
Hebriden und Orkney-Inseln noch verstärkte. Haco und seine 
Verbündeten segelten nun die westliche Küste bis zum Mull von 
Kentire entlang, verwüsteten das Land mit Feuer und Schwert, 
nahmen Arran und Bute, liefen in den Firth von Clyde ein, 
schwärmten plötzlich über den Loch Lomond, zerstörten alles 
Eigenthum an seinen Ufern und auf seinen Inseln, verwüsteten 
die ganze Grafschaft von Stirling und drohten mit all ihrer Macht 
über Ayrshire herzufallen. Glücklicher Weise brach das rauhe 
Wetter diese grosse Unternehmung zusammen, Stürme zerstreuten 
und zerstörten die ganze Flotte. 9) Nach ihrer Zerstreuung machte 
der Lauf der Begebenheiten in Norwegen die Erneuerung des 
Versuchs unmöglich; und da nun die Gefahr von dorther vorüber 
war, so durfte man hoffen, Schottland werde jetzt Frieden haben 
und Musse gewinnen, seine natürlichen Hülfsquellen zu entwickeln, 
vornehmlich in den südlichen und gesegneteren Landstrichen. 
Aber dies sollte nicht sein. Denn kaum waren die Angriffe 
von Norwegen_ her zu Ende, so begannen die von England her. 
Schon früh im 13. Jahrhundert waren die Schcidelinien zwischen 
Normännern und Sachsen in unserm Vaterlande so weit vermischt, 
dass man sie in manchen Fallen nicht mehr unterscheiden konnte. m) 
In der Mitte desselben Jahrhunderts waren die beiden Stämme in 
s) Pinlcerlonäv Enquiry inia the Em-ly History vf Sßvllßnd, I, 136, 317; II, 179, 
298 Skmeys Hi-ghhmders, I, 90, 91, 94, 106, 114, 258, 259. Clmlmers' Oaledoniu, 
I, 340-347. 
9) Tytlefs History of Saotland, I, 38-54. Die Erzählung in Hollünslzeazfs 
Scottish Olw-onicle, I, 399-403, schreibt dem Heldenmuth der Schotten zu viel und 
den Elementen zu wenig zu; diese zerstreuten die Flotte. Vergl. Irvingfs History 
of Dumöwivnßlßire, 2. Ausg., 4., 1860, p. 48, 49. 
w) Bzwklefs Gesch. der Civilisation, Bd. 1, Th. II, 103, 104.
        

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