Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1016690
des 
Endä 
bis zum 
Jahrh. 
159 
der König der Scoten, die Überhand und unterwarf die Picten 
vollständig. ß) Das Land war jetzt unter Einem Scepter; die Er- 
oberer zehrten allmählich die Unterworfenen auf, gaben dem Ganzen 
ihren Namen, und dies wurde im 10. Jahrhundert Schottland ge- 
nanntü)  
Aber das Reich sollte keine Ruhe haben. Denn unterdessen 
hatten Verhältnisse, deren Auseinandersetzung zu weitläuftig sein 
würde, die Einwohner von Norwegen zu der grössten Seemacht 
in Europa erhoben. Der Gebrauch, welchen dieses Seeräubervolk 
von seiner Gewalt machte, bildet ein Weiteres höchst wichtiges 
Glied in der Geschichte Schottlands und zeigt uns ausserdern noch, 
welch ein ausserordentliches Gewicht man in den Anfängen der 
Gesellschaft der Beachtung geographischer Verhältnisse beilegen 
muss. Dem Mittelpunkte der langen Küste von Norwegen liegen 
als nächstes Land die Shetlandinseln gegenüber und von da 
kann man leicht zu den Orkney-Inseln hinüberfahren. Natürlich 
nahmen die nordischen Seeräuber diese kleinen, ihnen aber höchst 
nützlichen Inseln in Besitz und machten eben so natürlich Zwischen- 
stationen daraus; denn von dort konnten sie bequem die Küsten 
von Schottland plündern. Sie erhielten fortdauernd Verstärkungen 
aus Norwegen, und im 9. und 10. Jahrhundert rückten sie von 
den Qrkney-Inseln weiter und siedelten sich dauernd in Schottland 
selbst an; sie besetzten nicht nur Caithness, sondern auch einen 
grossen Theil von Sutherland. Eine andere Abtheilung von ihnen 
 6) Die Geschichte Schottlands in dieser Periode ist in grosser Verwirrung und 
wird vielleicht nie aufgeklärt werden. Für die Angaben im Text habe ich vornehm- 
lich folgende Quellen benutzt: Fordwfs Scoticlzronican, I; Buclummfs Rerum Senti- 
carum Historiu, V, p. 121-132, und den Anfang des 6. Buches. Auch verschiedene 
Stellen aus Bade; Pinkeriank Enquiry into zflze Early History qf Scotland; Clmlmewf 
Caledonia; den ersten Band von Broumefs Eistory of the Highlannls; und vor allen 
Skene's scharfsinnigcs und gelehrtes Werk über die Berg-sehotten. Er hat die Grenze 
der Picten im Westen mit sinnreichen Zügen gezeichnet, obwohl vielleicht nicht ganz 
sicher. Slcmeäs Highlanders of Scotland, I, 26-33, London 1837. 
7) Hier sind wir wieder in Zweifel; es ist ungewiss, wann der Name Scotia 
zuerst auf Schottland angewendet worden. Ich habe die Zeit daher nurx qnnäherungs- 
Weise angegeben. Dazu habe ich folgende verschiedenen und oft einander wider- 
streitenden Stellen verglichen: Chalmeiwf Oaledon-ia, I, 339. Broumrfs History of the 
Highlands, I, 34. Pinkenonäs Enquiry inzfo the Early. History of Sootland, I, 253, 
254; II, 151, 228, 237, 240. aSlpottiswoodäslHistory of tlze Uhurck Qf Saarland) 3,111; 
Russell, 1851, I, 16, die Anmerkung, wo jedoch Pinkerton für eine Versicherung an- 
gezogen wird, die er gar nicht gemacht. Skenfs Highlanders, I, 45, 61, 244_ 
Andersorfs Prize Essay an the Hägklands, P- 34'
        

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