Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1016336
VOTI! 
des 
bis zur Mitte 
J ahrh. 
123 
ist, aus den Abgaben eines unterdrückten Volks und auf Kosten 
seiner Industrie bezahlt. Manner standen ihm zur Seite und be- 
riethen ihn überall, die wirklich das allgemeine Beste im Auge 
hatten und nie einen so verhängnissvollen Missgriff gemacht haben 
würden. Unter seiner Regierung wuchs der Reichthum des Landes 
bedeutend, das Behagen der niedern Klassen wurde nicht ver- 
kümmert, sondern erhöht. Die Auflagen wurden gerechter wie je 
zuvor vertheilt. Abgaben, welche im 17. Jahrhundert durch alle 
Macht der Regierung dem Volke nicht abgerungen werden konnten, 
Wurden jetzt regelmassig bezahlt und durch die Entwickelung des 
Nationalreichthums zugleich einträglicher und weniger driickend. 
In der Verwaltung der Finanzen wurde Ersparniss eingeführt. 
Dazu hatte die vorige Regierung das Beispiel gegeben, als die 
vorsichtige und friedliche Politik FerdinancPs VI. zu so manchen 
der eben aufgezählten Verbesserungen den Grund legte. Ferdinand 
hinterliess Karl III. einen Schatz, den er nicht erpresst, sondern 
erspart hatte. Unter den Reformen, die er eingeführt, und die 
ich, um nicht zu viel Einzelnes aufzuhäufen, habe weglassen 
müssen, findet sich eine sehr wichtige und zugleich für seine 
Poiitik sehr charakteristische. Vor seiner Regierung hatte Spanien 
jährlich eine unermessliche Summe Geld opfern müssen wegen des 
Rechtes, welches der Papst in Anspruch nahm, gewisse reiche 
Pfründeu zu besetzen und einen Theil ihres Ertrages zu erhalten, 
wahrscheinlich zur Belohnung für seine Mühe der Ernennung. 
Dieser Mühe enthob Ferdinand VI. den Papst, sicherte der Spani- 
schen Krone das Recht, solche Beförderung vorzunehmen und 
sparte so dem Lande diese beträchtlichen Summen, in denen der 
Römische Hof früher geschwelgt hatteßlß) Gerade einer solchen 
"Agricultura, artes mecimicas, comercio, enseüanza, milicia, navegacion, (nencias, letras, 
legislacion, en una lualabra, todo cuanto puede iniluir en 1a prosperidad del Estado, 
todo llamö 1a ateneion de los ministros, y cn todo hicieron las mejoras que permitian 
las circdnstancias." Ueber die Verbesserung der Verbindungen im lnnern siehe das 
nämliche schiitzbare Werk p. 187-192. 
313) Ueber diese Maasregel, die 1754 getroffen wurde, siehe Tapia, 0501155119504; 
Espdäola, Madrid 1840, IV; 81, 82. "Fue cste tratado utilisimo para 1a Espaia, 
plles por 61 se libertö del pago de enormes sumas que hasta cntonces habian pasado 
ä los estados pontiücos. E11 el iuforme eanönico-legal escrito {I virtud de real örden 
911 1746 pur el üscal de 1a" cämara. de Castilla Don Blas de Jover, se decia; que segud 
el testimonio del historiador Cabrera, en el espacio de 30 aüos el solo renglon de las 
coadjutorias y diSPensas habia hecho pusar ä Roma de 1a corona de Castilla millon y 
medio de ducados romanos. Y aüade el mismo Jover que ä priucipios del siglo XVIII
        

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