Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1015880
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Geschichte 
des 
Span. 
Geistes 
Spanien war wirklich gebrochen und erschlaift, es konnte kein 
Talent irgend einer Art aufbringen, und wenn die Regierung des 
Landes fortgeführt werden sollte, so war es durchaus nothwendig, 
zu dem Zweck Fremde ins Land zu rufen. 136) Schon 1682, also 
18 Jahre vor der Thronbesteigung Philipp's V., fand sich kein ein- 
ziger Eingeborener, der ordentlich mit der Kriegskunst bekannt 
gewesen ware, undrKarl II. sah sich genöthigt, die Vertheidigung 
der Spanischen Niederlande De Grana, dem Oestreichischen Gesandten 
zu Madrid anzuvertrauen. 197) Als daher 1702 der SpaniseheiSuc- 
cessionskrieg ausbrach, wünschten die Spanier selbst einen Frem- 
den zum Anführer ihrer Truppen zu erhalten. m) Im Jahre 1704 
and sent to Lladrid from time to time to direct all affairs there, aceording to the views 
of the Most Christian King, and to give him an account of every thing that passd in 
the Uouncils of the Escurial. Alberoni got fo be initinted in the mysteries of this 
Gabel." Ilistory of Card-inal Allzcroni, London 1719, p. 70. 
Die Spanischen Historiker geben diese unbestreitbare Thatsache nicht gern zu; 
Bacallnr jedoch erwähnt den Einiluss des Französischen Gesandten und setzt dann frei- 
müthig hinzu: „Desde entonces tomaron tantn mano sebrc los de Espaüa los ministros 
Franceses, que dieron mas zelos ä los Principes, viendo estreehar 1a union ä. un grado, 
que todo se ponia al arbitrie de Luis XIV." Bamllur, Oomenlarizzs de Zu Gucrm de 
Espaüa, I, 33.  
m) Selbst der alte Diplomat Torey war so erstaunt darüber, dass Spanien dem 
völligen Untergange entging, dass er seinen Ilerrenwechsel unmittelbar der Gottheit 
zuschreibt. „,Sa seule puissance avait plaee Philippe V sur IQ tröne d'Espngne; elle 
seule pouvoit l'y maintenir; les honnnes ifavaient pas conduit ee grund evenenient." 
Mämuircs de Toroy, I, 333. „Le tröne oü vDieu Favuit plsiee." p. 401. Und Il, 3, 
227. „'l'he Spanish people received him with unhesitating obedienee to the deeeased 
king's will, and rejoiced at the prospect of a, rule that would nt least have the merit 
of being different from thet under which thcy had so long withered." Jllcmoirs of 
PeterborozayhhLondon 1853, I, 102. "Mnches espaüoles reeibieron por su sobemno 
im Felipe V., cansados de 1a dominncion de la casa de Austria. Esperaban de 1a mu- 
danza de 1a dinastia 1a felicidad y el buen gobierno." Castro, Dccudeazciu de Espafia, 
Cadiz 1ss2, p. 131." Ebenso Millaz, Mämoircs de iVoaillcs, 1, 420, 42a, 11, 9. 
m) „He eommitted the military defence ,of these previnees to the Marquis of 
Grana, the Austrian ambassador at Madrid, from the want 01' any Spnnish commander 
Whose courage or military endowments queliüed him to repcl such an enemy as the 
King of France." Dunlajfs Memoirs, II, 232. Vergl. über den LIangel an Spanischen 
Generalen Mämoires du Jilaräclial de Gnmuml, II, S2, edit. Paris 1827. Granafs eigne 
Ansieht über die Spanische Regierung kann man aus einer Unterredung sehn, die er 
im Jahre 1680 zu Madrid mit der Frau des Französischen Gesandten hatte und die 
in ihrer Correspoudenz erhalten ist. Lettres de Jladaone la Jilarquäse rle Villars, 
Amsterdam 1759, p. 118, 119.   
438) Siehe den Brief Philipps V. an Ludwig XlV. vom 22. Juni 1703, in Mä- 
moires de Aloailles, II, 256, 257, Paris 1828, edit. Petitot.
        

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