Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das Mittelalter Italiens und die Grenzgebiete der abendländischen Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-968007
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-975175
Zsambeck. 
671 
lichen Nischen an der Thurmwand erhalten. Ueber die Ent- 
stehungszeit der Kirche sowohl als dieses Portals fehlen alle 
Nachrichten; das Verhältniss zu dem Portale von St. Stephan 
lässt annehmen, dass es später als dasselbe, wahrscheinlich erst 
in der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts, entstanden ist. 
Sehr ähnlich, aber etwas jünger ist die Klosterkirche zu 
Zsambeck, welche, seit der Zerstörung durch die 'l'ürken im 
Jahre 1542 im Verfall, seit dem Erdbeben von 1763 eine Ruine 
ist. Die Fenster und die Schalllöcher der Thiirme sind rundbogig 
und der Rundbogenfries ist das vorherrschende Ornament des 
Aeussern, aber die Arcaden und selbst das, übrigens niedrig ge- 
haltene Portal sind spitzbogig, die Chornische war polygonisch 
geschlossen k), und die Anordnung von starken Strebepfeilern und 
vonStrebemanern unter dem Dache der Seitenschilfe lassen auf 
eine mittelbare Einwirkung des gothischen Styls schliessen. 
Auch die Fagzade zeigt eine weitere Entwickelung, indem nicht; 
bloss die mehrtheiligen Oeffnungen der Thürme weiter und nach 
obenzu wachsend sind, sondern besonders auch die Giebel- 
wand des Mittelschiffs organischer gestaltet ist und eine hohe 
spitzbogige Halle oder Nische bildet, in der das Portal und ein 
darüber angebrachtes Rosenfenster liegen. 
Noch viele andere Kirchen scheinen denselben Grundplan, 
wenn auch mit einigen Veränderungen, gehabt zu haben. So die 
vor wenigen Jahren als bautällig abgebrochene Kirche zu Nagy- 
Karöly; dann die zu Apatfalvaig); die Kathedrale des Zipser 
Landes zu Kirchdraufddeät), wahrscheinlich nach dem Mongolenein- 
fall 1241 errichtet, an der jedoch nur die westlichen Theile des 
alten Baues erhalten sind; die kleine Kirche zu Horpacz, in der 
noch ein reiches Portal und sehr zierliche romanische Kapitäle 
Ü S. Grundriss und Fagade auf S. 665 und S. 666. In dem in den 
Mitth. II. S. 106 abgedruckten Grundrisse ist ein halbkreisförmiger Schluss, 
in dem in den M. A. Kunstdenkm. S. 94 der polygone angenommen, und dies 
Scheint nach den Ueberresten, wie sie daselbst angegeben, wahrscheinlicher. 
H) Jahrbuch 
106, 
107. 
W") Minh. VI. S. 
Kirch d o rf genannt; 
200. In den Mitth. II. 245 wird der 
der ungarische ist Szepes värallya. 
Name 
deutsche
        

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