Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das Mittelalter Italiens und die Grenzgebiete der abendländischen Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-968007
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-974017
Ornamentatioxl. 
555 
keiigewiiiden, oder in Blattwerk, namentlich von vollen akanthus- 
artigen Blättern, die durchweg mit scharfem, etwas sprödem 
Meissel ausgeführt, aber doch von grosser Anmuth und Eleganz 
sind. Bei den einfachen decorativen Rund- 
   V4 l bögen an den Arcaden der Ausseiimaueril 
i. im  (i Vkt    
  ist es eine stets festgehaltene Regel, dass die 
  '  "l W51 b "d den Flachbo enbe renzeiiden Rund- 
 sfäibäliiicht concentriäsch, sändern so gebildet 
m, i." a-iiii  sind, dass der obere etwas gestelzt und also 
l (i.  'l „ 1 w!     
W   im  der Zwischenraum zwischen beiden am Gipfel 
iljihihwßinilnmiß grösser ist als am Fusse, was denn sehr 
 elastisch und lebendig wirkt. Die Fenster 
i„l"f:iir"  sind mehrmals nach altchristlicher (aber auch 
   byzantinischer) Sitte ganz oder theilweise mit 
  "  zierlich durchbroclienen Marmortafeln gefüllt. 
M1]  I,  So einige Fenster an den Ki-euzarmen der 
i    Kathedrale von Bari und an den westlichen 
Seitenportal zu Ruvo. Fagaden von S. Gregorio daselbst und von 
S. Maria maggiore zu Barletta. 
Kaum minder interessant und vielleicht noch schöner als diese 
Bauten der Terra di Bari ist eine Gruppe von Kirchen in der be- 
nachbarten Provinz Capitanata, indem sie bei einer grossen 
Verwandtschaft mit den bisher beschriebenen Kirchen, dech wie- 
der in manchen Beziehungen, namentlich in der äussern Ausstat- 
tung wesentlich von ihnen abweicht und zwar mit augenschein- 
licher Nachahmung toscanischer Vorbilder. 
Die bedeutendste und wahrscheinlich auch älteste Kirche 
dieser Gruppe ist der Dom zu 'l'rojak). Diese Stadt, im Anfange. 
des XI. Jahrhunderts von einem byzantinischen Feldherrn ge- 
gründet und mit griechischen Colonisten besetzt, dann aber seit 
1059 mit dem normannischen Reiche vereinigt, erhielt im Jahre 
1093 einen Neubau des Doms, der zwar erst seit 1107 recht eif- 
rig gefördert wurde, aber 1119 schon weit gediehen sein musste, 
da man die Faqade in diesem Jahre mit einer prachtvollen Erz- 
"Ü Vergl. bei Schulz den Grundriss Taf. 31, die 
prachtvolle Abbildung der Faqade auf dem Doppelblatt 
dle Seltenansicht Taf. 34 und Details Taf. 35, 36. 
überaus gelungene 
Taf. 32 33, endlich
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.