Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das Mittelalter Italiens und die Grenzgebiete der abendländischen Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-968007
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-973963
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Architektur. 
Ecke der westlichen Fagade, ohne Zweifel etwas später, ein 
schöner schlanker Thurm angebaut, der über einem, ein spitzbo- 
giges Thor bildenden Unterbau mit sechs zwar unverminderten, 
aber durch vergrösserte Oelfnungen erleichterten Stockwerken 
ziemlich hoch aufsteigt et). Sehr schön und eigenthünllich ist die 
Fagade; der Meister hat nämlich den Umstand, dass der Eingang 
zur obern Kirche vermöge der darunter befindlichen Krypta etwa 
zwölf Fuss über dem Boden lag, zu einer grossartigen Treppen- 
anlage benutzt, die zunächst auf eine Terrasse führt, welche die 
ganze Breite der Faeade einnimmt und die Veranlassung gewor- 
den ist, neben dem reich geschmückten (ebenfalls mit einer später 
zu erwähnenden Erzthüre versehenen) Portale auf jeder Seite eine 
Säulenstellung von vier mit Blattwerk verzierten Bögen anzu- 
 bringen. Ueber dieser 
Arcatur ist dannndie 
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 getheilt, aber durch 
 ein grosses von Säulen 
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Von der Facade des Doms zu Tram. 
fenster und mehrere 
Sculpturen und Fenster ziemlich harmonisch geschmückt. 
Die meisten andern grösseren Kirchen der Gegend wieder- 
holen im Wesentlichen das System von S. Niccolo, jedoch ohne 
die Kuppel und mit andern Modilicationen. S0 zunächst die Ka- 
thedrale von Bitonto, welche im Aeussern und Innern eine fast 
vollständige Copie der Kirche von Bari ist und auch hinter ihren 
drei Apsiden eine Schlnsswand von der Höhe des Querschifllas 
und in den Ecken derselben zwar keine 'l'hürme, aber doch 
Glockenstühle hatäk). So ferner S. Maria assunta zu Ruvo, 
wo aber durchweg statt der Säulen aus mehreren Stämmen zu- 
 Die Dimensionen aller dieser Kirchen sind ansehnlich, aber mässig, 
die innere lichte Länge im Dome zu Bari 164, in S. Niccolö 179, in Trani 
166, die innere Höhe 76, 77 und 66 Fuss. Die Höhe des Thurmes be- 
trägt hier ohne die gewiss erst später aufgesetzte Spitze 148, mit derselben 
188 Fuss. Die Thiirme des Doms von Bari sind etwas höher (201 Fuss.) 
w) Grundriss S. 72, Seitenansicht S. 74, Facade Tab. XIII. a. a. O.
        

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