Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das Mittelalter Italiens und die Grenzgebiete der abendländischen Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-968007
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-971297
in 
Venedig. 
285 
XI. Jahrhunderts lassen die Anwesenheit byzautinischer Techniker 
vermuthen. Auch können wir im Anfange des XIII. Jahrhunderts 
in dem Kloster von Subiaco in der Nähe Roms ein Paar griechische 
Maler nachweisen. Aber dennoch ist der vorherrrschende Charak- 
ter der römischen Kunst in allen diesen Jahrhunderten der alt- 
christliche, ohne augenschein- 
 BDIAS liehen und starken Einiluss 
Q5  - byzantinischer Technik. 
maß;  Diese Verschiedenheit zeigt 
 sich in ihrer ganzen Stärke bei 
NQxT .1    derVergleichungderrömischen 
   Leistungen mit den gleich- 
(Qgäg,    zeitigen Arbeiten vonVenedig. 
m42?   Der Bau der Marcuskirche hatte 
Q3939 griechische Maler und Mu- 
     saicisten in solcher Menge hier- 
     i!" her gezogen, dass sie eine 
  eigne Bruderschaft bildeten, 
 Kt  neben der sich erst später eine 
1 i;  einheimische Malerzunft auf- 
 V"   thatik). DieNamen griechischer 
um   Künstler, auf die man Gewicht 
  W gelegt hat, sind zwar un- 
9! k sichertiii") und würden uns 
Aus s, Mmo zu venedig jedenfalls unbekannt sein. 
Ü Mothes a. a. O. I. S. 164 giebt genaue Daten von Streitigkeiten 
dieser griechischen Brüderschaft, deren Statuten und Nachfolger sich noch 
Jetzt erhalten haben, mit der seit 1174 bestehenden einheimischen Malerzunft. 
w) Die Nachricht von einem "bewundernswerthen Maler Theophanes aus 
Konstantinopel" (Fiorillq G. d. K. in Italien II. 8 u. 215), der in Venedig 
gelebt und Schüler gezogen habe, beruht nur auf einer angeblich im Jahre 
1240, aber ihrem Inhalte nach wahrscheinlich erst im XV. Jahrhundert ge- 
schriebenen Notiz, die in einem ältern Codex des Virgil in der Seminars- 
Bibliothek zu Padua gestanden haben soll. Dieser Codex ist aber, wie früher 
von Lanzi (V. 220 oder der Uebers. III. 193], so auch neuerlich von mir 
nicht zu erfragen gewesen, und die in einem Schulprügrßmm und danach 
bei Fiorillo abgedruckte Notiz selbst ist aus innem Gründen (auf die ich 
nachher zurückkommen muss) verdächtig.
        

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