Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das Mittelalter Italiens und die Grenzgebiete der abendländischen Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-968007
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-970942
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Italienische 
Gothik. 
Kapitälen Hufeisenbögen tragen,_und dann wieder der geschweifre 
Bogen über dem graden Sturz einer Thüre mit einer pomphaften 
Blume sehliesst, die kaum vor dem XIV. Jahrhundert entstanden 
sein kann. 
Dies Jahrhundert war es denn endlich, welches diesem 
Schwanken ein Ende machte. Um dieselbe Zeit, Wie die Ver- 
fassung Venedigs, wurde auch jener Styl festgestellt, welcher 
Venedig in baulicher Beziehung eben so sehr von dem übrigen 
ltalieii unterscheidet, wie diese Verfassung in politischer. 
Charakteristisch für 
 diesen Styl der venetiani- 
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aber in eschweifter 
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Palazzo Sanudo.   
also rein decorativer Form 
und mit einer bestimmten decorativen Function. Indem nämlich 
diese geschweiften Bögen nicht wie der sogenannte Eselsrücken 
der deutschen Gothik breit, sondern steil, fast nach dem gleich- 
seitigen Dreieck gebildet sind, und daher so nahe an einander 
stelin, dass ihre Spitzen bei der Ueberdeckung einer Arcadeiireilie 
durch eine dazwischen gelegte Rosette verbunden werden können, 
eignen sie sich zur Entwickelung aufsteigenden Maasswerks, 
welches dann dazu dient, mehrere Arcaden tiergestalt zu verbin- 
den, dass sie iiicht mehr, wie früher bei der Anwendung des
        

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