Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das Mittelalter Italiens und die Grenzgebiete der abendländischen Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-968007
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-970315
Der 
Dom 
VOD 
Siena. 
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und Seitenfenster sind spitzbogig, drei- und zweitheilig und mit 
wohlgebildetem Maasswerk gesckmückt, aber das gothisch-ver- 
ticale Element, das sich hierin, sowie in der ziernlich bedeuten- 
den Höhe und in der schlanken Bildung der enggestellten Pfeiler 
äussert, wird nicht blos durch jenen mächtigen Fries, sondern 
auch dadurch neu- 
  tralisirt, dassYVände 
  und Pfeiler durch_ 
   weg mit horizonta- 
   len Streifen schwar- 
    zen und weissen 
   ü  Marmor-S bekleidet 
.4      sind. An die fünf 
 Joche des Lang- 
f Vykl ß K fix ff  hauses schliesst sich 
 X VX"   ein breit ausladendes 
  [X  Kreuzschiif an, in 
     dessen Mitte aber 
m {L  die Pfeiler nicht wie 
i g     sonst eine Vierung, 
Ä  {Xi l  Sondern ein unregel- 
  mässiges Sechseck 
  bilden, auf dem eine 
  (   zwölfseitige Kuppel 
x  W 1- ruht. Dahinter dann 
 x  der ebenfalls drei- 
-  i" Ä e.  M" w sehifiige, sehr ge- 
Dom von Siena. räumige ChOf, Illii; 
gleicher, aber etwas 
sclilankerer Pfeilerbildung, dessen letzte Joche, über den Fels- 
boden hinausgehend, auf der demselben angebauten Taufkirche 
ruhen und über der Faqade derselben rechtwinkelig schliessen. 
Im Langhause haben die Halbsäulen Eckblätter an der Basis und 
korinthisirende Kapitäle, im Chore fehlen jene und sind diese 
leichter gebildet, auch ist der Wechsel des Marmors hier etwas 
verändert. Augenscheinlich ist dieser Theil jünger. An diese 
vollendete, aber noch romanisirende Kirche stösst dann, und zwar
        

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