Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das Mittelalter Italiens und die Grenzgebiete der abendländischen Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-968007
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-970142
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Italienische 
Gothik. 
Welches sich sehr wohl zur Ausfüllung durch einen Kreis eignet. 
Manchmal steigen aber auch von den Nebenpfosten eben solche 
Kreisbogen auf, welche mit jenen ersten sich schneiden und so 
eine Art Netzwerk bilden, wobei dann freilich die beiden nach 
innen gewendeten Bögen der Seitenpfosten grade unter den Gipfel 
des Arcadenbogens mit ihrer Spitze zusammentreffen. Es ist also 
eine ähnliche Maasswerkconstruction wie in England, mit Kreis- 
bögen von gleichem Radius, die aber hier bei dem halbkreisför- 
migen Hauptbogen viel eher gerechtfertigt ist als dort, wo sie bei 
der spitzbogigexi Umschliessung nothwendig unangenehm scharfe, 
lancetartige Verbindungen giebtek). Dieser Wahl des runden 
statt des spitzen Bogens lag übrigens ohne Zweifel nicht eine 
principielle Abneigung gegen den letzten, und noch weniger (wie 
man vermnthet hat) eine Rücksicht auf die Nachbarschaft der 
grossen romanischen Kirchen zum Grunde, da man diese hier 
gar nicht sah und da schon die hohen schlanken Maasswverköff- 
nungen ihnen völlig widersprachen, sondern grade die Absicht, 
Band V.
        

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