Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das Mittelalter Italiens und die Grenzgebiete der abendländischen Kunst
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-968007
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-969631
Baplisterien 
ZU 
Cremona 
und 
Parma. 
119 
f   _  Nischen vertretenden 
,  1   Säulen stehen nämlich 
  Wmx  ebensovielesänlenartige, 
   in bis zum Gesimse der 
    Kuppel hinaufreichende 
 H; ex j  Dienste und auf diesen 
 151 J   wieder starke cylindri- 
y  , - sehe Rippen der wal- 
 Y, X  7 ' 
MR: i, Ü, j bung. Lnd ebenso bil- 
     den dann im horizonta- 
   ff, len Sinne die sechszehn 
 Ilalbkuppeln der Ni- 
Baptistgfiun) zu pamm scheu, dann zwei Galle- 
rien, ferner der Sims der 
Kuppel und endlich noch spitzbogige, in die Kuppel eingreifende 
Nischen stark markirte Theile. Dazu kommt denn noch, dass die 
Gallerien nicht bloss höher sind wie in Cremona, sondern auch 
nicht von Bögen übervvölbt, sondern grade gedeckt, so dass sie 
einen einziger] schweren Fries zu bilden scheinen, und endlich ist 
dann auch die Kuppel nicht wie dort kleiner als der Unterbau, 
sondern von gleicher Höhe mit demselben und überdies durch die 
erwähnten Rippen schwerer erscheinend, so dass, Während dort 
alles nach oben leichter wird, hier überall Schwereres auf Leich- 
terem steht. Im Aeussern nehmen zunächst die drei prachtvollen 
Portale die Aufmerksamkeit in Anspruch, die, abgesehen von 
ihren reichen Sculpturen, auch durch ihre architektonische Anlage, 
durch die starke Vertiefung mit vier Säulen auf jeder Seite und 
den feierlichen Schwung der kräftig gegliederten Halbkreisbögen 
in der romanischen Epoche Italiens kaum ihres Gleichen haben. 
Auch sonst zeichnet sich dies untere Stockwerk, das übrigens 
bedeutend höher ist als im Innern, durch reiche Gliederung und 
gediegene Behandlung aus. Ueber demselben steigen dann vier 
offene Gallerien von kleinen Säulen über einander auf, alle von 
gleicher Hohe, stets mit vier Säulen auf jeder Achteckseite und 
mit gradem Gebälk. Die oberste Blendgallerie mit Spitzbögen, 
durch welche das Dach fast ganz unsichtbar gemacht ist, ist erst 
Später hinzugefügt.
        

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