Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Die Spätzeit des Mittelalters bis zur Blüthe der Eyck'schen Schule
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-961008
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-967462
606 
Englische 
Kunst. 
die Mitte des vierzehnten Jahrhunderts finden wir wohl noch 
Gestalten, welche jenen nahe kommen und, wenn auch nicht 
Meisterwerke ersten Ranges, doch noch sehr lebendig und indi- 
viduell, einfach und würdig sind, wie das des Grafen von Pem- 
broke, Aymer de V alence  1323), in der Westminsterabtei. 
Auch finden wir andere, welche, wie das Grab eines Ritters in 
der Kirche von Ash (Kent) oder die Gräber mehrerer früh ver- 
  storbenen Kinder Eduards lII., des Wil- 
 helm von Hatfield in der Kathedrale von 
 f, York, des Wilhelm von WVindsor und 
v- l  der Blanche de la Tour in der XVestmin- 
I  sterabtei durch zarte Auffassung und jene 
5    speciiisch-englische, in den Wandgemäl- 
  den bemerkte XVeichheit der Linie einen 
 Reiz erhalten i). Auch diellielieffiguren 
   an dem prachtvollen Percyschreine im 
 Münster von Beverley gehören noch zu 
 den besseren Leistungen. Allein diese 
   anziehenden Erscheinungen sind Aus- 
   5' nahmen, während die meisten Grabbilder 
g  r,    schon aus dem zweiten Viertel des Jahr- 
  f hunderts zwar sehr fleissig gearbeitet, 
 5:"  aber von stets zunehmender Steifheit und 
z,   Ausdrnckslosiglaeit sind und in Bezie- 
 m)? hung sowohl auf Lebendigkeit als auf 
r-irläära  stylmässige Behandlung den Werken 
Wilhelm von Hatfiel-l- der vorigen Epoche und den gleichzeiti- 
gen des Continents entschieden nachstehen. Zum Theil mochte 
zu dieser ungünstigen Veränderung die jetzt aufkommende enge 
Bekleidung beitragen, deren nachtheiligen Einfluss wir auch in 
anderen Ländern wahrnehmen. So lange! die Bitter auf ihrem 
Grabe, wie noch Aymer de Valence, in dem ziemlich weiten 
Kettenharnisch und mit dem leichten faltigen, durch den Gürtel 
zusammengehaltenen und unterhalb desselben offenen Oberkleide, 
ien vor- 
of Great 
"Ü Die-hiernächst folgenden Abbildungen sind sämmtlich nach 1 
trefflichen Zeichnungen von Stothard in seinen Monumental eftlgies 
Britain, 1817. Vgl. daselbst auch Taf. 48. 61. 69. 79.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.