Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Die Spätzeit des Mittelalters bis zur Blüthe der Eyck'schen Schule
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-961008
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-966922
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Französische 
Sculptur. 
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und seinem Neffen zuschreiben  Diesen Sacliverlialhdentet 
auch wirklich schon die erwähnte lnsclirift an, indem sie dem 
Meister Ravy nur den Anfang der neuen Geschichten zuschreibt, 
so dass jedenfalls damals schon altere vorhanden waren, zu 
welchen gewiss die ohnehin durch die grossen Aufgaben des 
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Lettners von den sndlichen geschiedenen Dursutelliingen der lNord 
Seite gehörten. Wir haben also hier eine guiistigerGeäegeiIilileit, 
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die stylistisclien Veranderungen in der eisten Ilal te e a i 
hunderts zu studiren. Ich glaube 
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Chorsehi-anken vonN.D. von Paris. Nordseite. gen Nebenfiguren. Aber lll poe- 
a) Nur Viollet-le-Duc und Guilhermy, beide an den angeführten Orten, 
haben sich in diesem Sinne und zwar mit grosser Bestimmtheit, aber ohne 
nähere Erörterung ausgesprochen. Ob sie urkundliche Beweise für diese, aller- 
dings schon durch das Stylistische vollkommen begründete Annahme haben, 
ist mir unbekannt. Abbildungen der Reliefs zum Theil bei Gailhabaud a. a, 
0., der nördlichen bei E. Leconte N. D. de Paris, beider Seiten in Lassus et 
Viollet-le-Duc, Monographie de N. D. de Paris et de sa nouvelle sacristii-r 
Aus dem letzten Werke sind die beiden beigefügten Abbildungen entlehnt. 
Die erste, den älteren Reliefs angehörig, zeigt König Herodes auf seinem 
Throne, indem er, durch Eingebung des Teufels bestimmt, den Kindermord 
anordnet, richterlich das rechte Bein über das linke geschlagen, die zweite, der 
Südseite und den neueren Reliefs angehörig, Christus nach der Auferstehung 
den Frauen erscheinend. Die steife Gorrectheit der neueren Arbeit in Vergleich 
mit der freien Linienführung der älteren ist schon in diesen Beispielen und 
noch viel mehr vor den Originalen oder bei Betrachtung des Ganzen einleuchtend.
        

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