Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Die Spätzeit des Mittelalters bis zur Blüthe der Eyck'schen Schule
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-961008
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-966785
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Deutschland. 
gen und in sorgsamer schon naturalistischer Zeichnungiii). In 
Esslingen endlich sind an der Fraucnkirche mehrere gute 
YVerke schwäbischer Sculptur, ein Relief mit dem jüngsten Ge- 
richte und sitzende Propheteuiivii). Regensburg, YVürzburg, 
Bamberg enthalten einzelne, aber nicht sehr bedeutende Werke 
dieser Zeit. Am St. Stephan in WVien ist auf die ziemlich ele- 
ganten Figuren des Herzogs Rudolplt IV. und seiner Gemahlin 
aufmerksam zu machen, welche im Costüm der Zeit mit ihrem 
Gefolge an den Eckpfeilern der westlichen Facade angebracht 
sind 959-43). In Braunschweig verdienen die fürstlichen Statuen 
am Rathhatlse, wenn auch nicht als Kunshverke ersten Ranges, 
so doch als gute handwerkliche Arbeiten und wegen ihrer Co- 
stüme Beachtung. In Halle in der Morizkirche nennt sich ein 
Conrad von Eimbeck mit den Jahreszahlen 1411 und 1416 als 
Bildner mehrerer Statuen ohne grossen Kilnstwerth, aber mit, 
derb naturalistischer Behandlung, namentlich auch, an einem Ecce 
homo, des Nackten-l]. Aus Magdeburg habe ich schon das 
Wiichtigste genannt und aus dem an Bildwerken dieser Epoche 
noch reichen Erfurt-ff) will ich nur noch ein Relief der drei 
Könige im Inneren des Domes nachtragen, weil es, obgleich laut 
Inschrift durch einen Johann von Allenbloemen erst 1429 ge- 
stiftet, (lennoch dem Style des vierzehnten Jahrhunderts nahe 
steht. XVestphalen und IIessen-f-l-f) bieten wenig, wohl aber vor- 
dienen in tVelzlar ausser der envälinteii Madonnenstaluc auch 
noch die anderen Statuen und lteliefs am Haupt- und an einem 
 Eine nähere Beschreibung giebt Ed. Mauch im D. Kunstblatt 1857, S, 
305, indem er auch andere gleichzeitige Ulmische Sculpturen aufzählt. 
 Vergl. die Kunst des Mittelalters in Schwaben, Lief. 4 u. 5, S. 46 iT_ 
aß") TäßhlSlfllliil, der Stephansdom , Taf. 16. 
 Vergl. Kuglcr, kl. Sehr. II, 29, und Puttrich II, 2, Serie Halle, Tal". 
5, c und S. 13. 
 Vergl. Schorn über altdeutsche Sculptur, besonders in Erfurt, 1839, 
welcher Mehreres aufzählt, und Kuglel" kl. Schr ll, 27. Auch Puttrich II, 2_ 
Der Meister einer ziemlich geistlosen und rohen Madonnenstatue in der Severin- 
kirche, welcher sich mit deutschem Reimspruche nennt: Dis Bild unser Vroven 
hat Joh. Gehdrt (sie!) gehoven, gehört wohl schon der zweiten Hälfte des fünf. 
zehnten Jahrhunderts an. 
 Lübke, Westphalen, S. 383. Selbst die Elieabethkirehe in Marburg 
enthält ausser den Grabsteinen keine bedeutende Seulptur dieser Epoche.
        

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