Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Die Spätzeit des Mittelalters bis zur Blüthe der Eyck'schen Schule
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-961008
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-963697
Fenstermaasswerk. 
229 
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und mittleren Arcaden, wo 
die Schenkel zweier kleiner 
Bögen auf dem Scheitel ei- 
nes dritten stehen, wie 
leicht dies Formenspiel zu 
einer Vernachlässigung des 
architektonischen Gedan- 
kens verleiten konnte. 
Das geschah oft gerade 
da, wo die vortreffliche Aus- 
führung einen ausgezeich- 
neten Meister verräth. Das 
AuHallendste dieser Art fin- 
det sich an dem in der 
zweiten Hälfte des Jahr- 
hunderts vollendeten Lang- 
hause der schönen Kathari- 
nenkirche zu Oppenheim de), 
WO an zwei Fenstern der 
Seitenschiffe die senkrech- 
ten Pfosten ganz fortge- 
lassen sind und ein mäch- 
tiger mit strahlenförmigem 
lilaasswerke gefüllter Kreis 
unmittelbar auf die Fenster- 
bank gelegt ist. Allerdings 
haben diese Fenster eine im Verhältniss zu ihrer Breite geringe 
Höhe, so dass der der Breite entsprechende Kreis oben nur einen 
mässigen, leicht zu füllenden spitzen Raum übrig lässt, allein 
dennoch liess sich auch hier die 'l'heilung durch Pfosten sehr 
wohl ausführen, wie die beiden anderen Fenster zeigen, so dass 
die sonnenarlige Centralbildung jener beiden ersterwähnten nicht 
nur der Bedeutung des spitzbogigen Fensters an sich, sondern 
in ihrer Verbindung mit jenen anderen auch dem Begriffe der 
Fensterreihe ohne Grund widerspricht. Das Bewusstsein seiner 
a") Vergl. die Abbildung umseitig. Moller Denkm. I, Taf. 36 ff. 
bach Chron. Taf. 46, und endlich das grosse Werk von Fr. H. Müller. 
Kallen-
        

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