Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Die Spätzeit des Mittelalters bis zur Blüthe der Eyck'schen Schule
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-961008
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-963600
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Englische 
Architektur. 
erlegt sie zu senden, den Arbeitern selbst die einer Sicherheits- 
bestellung, dass sie sich nicht ohne Erlaubniss entfernen Wollten. 
Bei dem Bau von Windsor unter Wykehams Leitung erstreckte 
sich die Forderung ein Mal bis auf 360 Maurer, bei der Stephans- 
kapelle nicht blos auf diese Klasse von Arbeitern sondern auch 
auf Maler und Bildhauer. Es wirft dies ein eigenthümliches 
Licht auf die künstlerischen Verhältnisse. Im Anfange dieser 
Epoche war es schwerlich so gewesen; jener Individualismus, 
der selbst an versteckten Stellen Charakterköpfe mit besonderem 
Ausdrucke anbrachte, kann kaum von herbei gezwungenen Ge- 
hülfen ausgegangen sein. Die Aenderung des Systems und die 
einförmigere Gestaltung des noch immer überreichen Schmucks, 
die wir oben bemerkten, mag daher mit diesem soldatischen 
Betriebe zusammen gehangen haben, der dafür einem so genialen 
Meister, wie Wykeham war, die Mittel gab, seine bedeutenden 
Neuerungen schnell und widerstandslos durchzuführen und so 
plötzliche Aenderungen zu begründen, wie sie allerdings auch 
aus anderen Gründen in England eher als auf dem Continent 
möglich waren. Wir können daher in diesem Sinne den per- 
pendicularen Styl als ein Werk des Despotismus, aber eines 
vorübergehenden, intelligenten Despotismus ansehen, der die 
Freiheit in seinem Schoosse trug. i
        

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