Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-959782
Suger 
in 
Denis. 
699 
ligen Anblick gewährten ab). Um dieselbe Zeit liess aber auch 
der schon oft genannte Abt Suger für seine Kirche zu St. Denis 
eine Reihe von gemalten Fenstern ausführen, von denen 
nach dem ausführlichen Berichte seines Lebensbeschreibers 
jedes eine ziemlich grosse Zahl chronologisch oder sym- 
bolisch verbundener historischer Gegenstände enthielt. Die 
meisten dieser Fenster sind bei den späteren Herstellungen 
der Kirche untergegangen, einige jedoch erhalten, welche 
uns Auskunft über die Behandlung und Anordnung des 
anscheinend überreichen Stoffes geben. In jedem derselben 
befinden sich nämlich auf blauem, von rothen Streifen rau- 
tenförmig durchkreuzten, und von einer helleren Einrahmung 
umschlossenen Grunde neun Medaillons, drei in der Spitze 
des Bogens, die sechs unteren je zwei neben einander 
zwischen den geraden Fenster-Wänden, jene nur mit Ara- 
besken, diese mit historischen Darstellungen. Die Figuren 
sind darin von sehr kleiner Dimension und die historischen 
Momente, so inhaltreich sie erscheinen, vermöge der dem 
Mittelalter geläufigen andeutenden Sprache, immer nur durch 
Wenige Gestalten dargestellt. So enthält das eine dieser 
Fenster die Geschichte Mosis, darunter auch den Durch- 
gang durch das rothe Meer, mit symbolischer Deutung 
auf die Taufe im). Der Bericht macht ausdrücklich geltend, 
dass Pharao's Reiter im Meere ertrinken Mm); auf dem 
Bilde sehen wir das Medaillon in seiner unteren Hälfte 
durch eine gelb und roth gefärbte Linie getheilt, oberhalb 
Welcher fünf Juden von Jehova geleitet, dessen Haupt im 
kreuzförmigen Nimbus am Scheitel des Kreises erscheint, 
3') Texier in Didron's Annales archäologiques X, 81, in einem 
Auszuge aus seiner Histoire de 1a peinture sur verre en Lixnousin. 
m3) Quod baptisma bonis, hoc nülitia Pharaonis 
Forma facit similis causaque dissimilis.  
WW) Ubi Pharao cum equitatu suo in mare demergitxxr.
        

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