Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-959776
698 
Glasmalerei. 
neue Kunst, wenn in Deutschland erfunden, jedenfalls früh- 
zeitig nach Frankreich übergegangen sein und dort einen 
dankbaren Boden gefunden haben musste. 
Auch haben wir andere Spuren, dass sie hier frühe 
verbreitet War. Schon im elften Jahrhundert erhielt das 
Kloster St. Hubert in den Ardennen, also an der dama- 
ligen Westgränze Deutschlands, seine als schön gerühmten 
Fenster durch einen zu diesem Zwecke aus Rheims beru- 
fenen Künstler  In der Provinz von Limoges, Welche 
durch die schon längst betriebene verwandte Technik der 
Emailmalerei dazu befähigt war, hat man Glasmalereien 
vom Anfange des zwölften Jahrhunderts, wenn auch nur 
mit Mustern, nicht mit Figuren gefunden  Im zweiten 
Viertel dieses Jahrhunderts giebt die Regel der Cister- 
cienser vom Jahre 1134, indem sie Glasgemälde in den 
Kirchen des Ordens verbietet, ein Zeugniss, dass diese 
schon sehr verbreitet sein mussten sßätfii), und gleich darauf, 
um 1140, Wussten die Mönche der Klöster Bonlieu (Creuze) 
und Obasine (Correze) dieser Regel und zugleich ihrem 
Geschmack dadurch zu genügen, dass sie die Fenster ihrer 
Kirchen in grauem Glase mit Blattverschlingungen und 
Mustern ausfüllten, welche milderes Licht und einen gefäl- 
heit und Metallarbeiten rühmt, nennt er als vorzüglichste Leistung von 
Frankreich: Quicquid in fenastrarum varietate diligit Francia; dann 
wieder bei der Bereitung schön gefärbten Glases, Lib. II, cap. 12: 
Francvi in hoc opere peritissimi. 
a] Historia Andagiensis monast. c. 12, bei Martene et Durand 
Amplissima collectio I, 423: Illuminavit qnoque oratoria pulcherrimis 
fenestris, quodam Rogerio conduoto ab urbi Remensi, hujus artis 
peritissimo. Stenzel, Geschichte der fränkischen Kaiser I, 141, und 
Lasteyrie a. a. O. 
Bulletin 
Canmont , 
441. 
monumental XII , 
82: Vitreae 
a. O. S. 44. 
fix] Art. 
Bei Lasteyrie a. 
albae 
fiarxt 
eine 
b 
crucibus 
picturis.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.