Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-959360
Kapitelsaal 
zu 
Brauweiler. 
657 
heissungen erlanget." (v. 33); Daniel und die h. Thekla, 
welche „der Löwen Rachen verstopfet"; Cyprian, den 
wunderthätigen Magus, und Justina, welche „des Feuers 
Kraft ausgelöscht" (v. 34); den h. Aemilian, welcher „des 
Schwertes Schärfe entronnen", indem das Schwert der 
Legende zufolge durch ein Wunder sich in der Hand des 
Henkers zurückbog; den König Ezechias, welcher durch 
seinen Glauben und Jesaias Fürbitte noch Lebenserhaltnng 
erlangt, und mithin "kräftig wird aus der SChWQClIlH-Iltu; 
Simson mit dem Eselskinnbacken, der "stark geworden im 
Streite", und einen anderen alttestamentarischen Helden, 
Welcher „der Fremden Heere dar-niedergelegt". Dann folgen 
auf zwei anderen Gewölben die Märtyrer, welche für den 
Glauben muthig geduldet haben, der h. Simeon, der ge- 
kreuzigt, der h. Hippolyt, der von Pferden geschleift wurde, 
und andere, welche "sich haben lassen zerschlagen, auf 
dass sie eine bessere Auferstehung erlangten" (v. 35). 
Petrus, welcher „Bande und Gefängniss erlitt" (v. 36), 
Stephanus und der Prophet Jesaias, welche „gesteiniget 
und zersäget" sind (v. 37), Hieb, der numhergegangen 
in Schafpelzeu und Ziegenfellen, mit Mangel, mit 'l'rübsal 
und Ungemach". Das tiinfte Gewölbe endlich enthält die, 
„deren die WVelt nicht werth war, die umhergeirrt in 
Wüsten, auf Bergen und in den Klüften und Löchern der 
Erde", die Anachoretcn, welche als vollkommenste, die 
ganze Welt überwindende Sieger ausführlicher behandelt 
sind. Selbst die, vielleicht malerisch weniger günstige 
Menge der dargestellten Glaubenshelden entspricht dem 
Texte; es ist die "Wolke von Zeugen", welche sich um 
den Erlöser als Anfänger und Vollender des Glaubens 
sammelt. Schon diese Anordnung ist also wieder ein 
höchst merkwürdiges Beispiel der mittelalterlichen Auffas- 
sung, wir sehen, die Künstler rechneten auch bei den 
V, 42
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.