Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-958317
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Gothischer 
Styl 
in 
Deutschland. 
Zusammenhang beider Bauhiitten ist sehr erklärbar, da 
bald nach der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts Heinrich 
von Vianden, Verwandter Erzbischofs Conrad und bis 
dahin Domprobst zu Köln, den bischöiiichen Stuhl bestieg  
und den Neubau des Chores begann, dem dann im fol- 
genden Jahrhundert mit fortdauernder Verbindung beider 
Schulen das Langhaus folgte. Auch die Kathedrale von 
Metz hat unläugbare Verwandtschaft mit dem Kölner Dome, 
sie gehört aber (mit Ausnahme gewisser bedeutend älterer 
Theile) ganz der folgenden Epoche an und ist daher erst 
später näher zu erwähnen. 
Mit dem Beginne des Kölner Dombaues verschwand 
auch jene Vorliebe für den Uebergangsstyl, welche bis 
dahin noch bedeutende Bauten in überwiegend romanischer 
Weise hervorgebracht, und selbst den gothischen, unter 
dem Einfluss der Trierer Bauhiitte entstandenen Werken 
einzelne romanische Reminiscenzen aufgedrängt hatte. "Um 
1260 wurde selbst am Mainzer Dome, also an einer Stelle, 
wo der romanische Styl sich durch eins seiner mächtigsten 
Monumente eingebürgert hatte, die St. Barbarakapelle 
in den edelsten und elegantesten gothischen Formen er- 
richtet, und wir können im Allgemeinen dieses Jahr als 
die Gränze bezeichnen, wo, ganz vereinzelte Ausnahmen 
abgerechnet, die letzten Nachklänge des rein romanischen 
Styles der Rheinlande verhallten 44g). Nicht nur wurde die 
Zahl der Meister immer grösser, welche in den Hütten 
von Trier, Köln oder Strasburg, oder an anderen, von 
diesen abgeleiteten Bauteil, oder endlich auf selbstständigen 
Wanderungen in Frankreich die Schule gothischen Styles 
seiner 
 Noch als Bischof bezog er gewisse Einkünfte seiner 
Stelle. Lacomblet Urkundenbuch II, 396. 
H] Wetter, der Dom zu Mainz, S. 54, und v. Quast, 
manischen Dome von Mainz u. s. w., S. Q3. 
Kölner 
dio IQ"
        

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