Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-958305
Katharinenkirche 
ZU 
Oppenheim. 
551 
der westliche Chor dem fünfzehnten, die Ausschmückmig 
des Langhauses, 'namentlich der prachtvollen Maasswerk- 
fenster und Spitzgiebel, dem vorgerückten vierzehnten Jahr- 
hundert. Der östliche Chor und die Anlage des Lang- 
hauses stammen dagegen aus dem Bau von 1262_ 1317, 
VOn Welchem eine handschriftliche Chronik berichtet. Die- 
ser östliche Chor hat nun im Wesentlichen dieselbe Anlage 
wie der von Ahrweiler, von dem er sich nur dadurch un- 
terscheidet, dass die Seitenkapellen hier nicht wie dort von 
gleicher Höhe mit der Chemische, sondern bedeutend nie- 
driger sind. Das Maasswerk der zweitheiligen Chorfenster 
gleicht dem der Kapellenfenster im Kölner Dome, auch die 
Basis der Pfeiler des Langhauses ist der dortigen ähnlich, 
die Pfeiler selbst haben aber nicht mehr den runden Kern, 
sondern sind wirkliche Biindelpfeiler mit tiefen Höhlungen 
zwischen den einzelnen Diensten, so dass dieser Bau wie 
in geographischer, so auch in architektonischer Beziehung 
der Schule von Köhl und der von Strasburg gleich nahe 
steht i). 
Ausserhalb der Diöcese können wir den Einfluss der 
Kölner Schule nur in wenigen Fällen mit Gewissheit nach- 
weisen. Sehr entschieden und in grossartiger Weise zeigt 
61' sich an der Kathedrale von Utrecht, deren edle For- 
men auch dem flüchtigen Reisenden durch ihre Verschie- 
denheit von dem gewöhnlichen Style der holländischen Kir- 
chen auffallen. Sie hatte fünf Schiffe von bedeutenden Di- 
mensioneu, Chormngang und Kapellenkranz; seit dem Ein- 
sturz eines Thurmes im Jahre 1674 ist jedoch nur der 
Chor nebst dem Unterbau des Thurmes erhalten  Der 
 Ich habe schon oben  482 erwähnt, dass der Chor von 
Xanten an St. Bavon in Gent und der von Oppenheim an St. Gengoul 
in T0111 wiederholt ist. 
und 120. 
Abbildungen 
bei 
Wiebeking 
bürgerliche 
Baukunst 
Taf. 
113
        

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