Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-958129
Die 
Baumeister 
des 
Kölner 
Domchores. 
533 
lers, so dass wir auch in ästhetischer Beziehung diese 
neue Aufklärung des Sachverhältnisses nicht zu bedauern 
brauchen. 
Diese Betrachtung führt uns auf die Frage nach den 
Namen der Meister. Denn wenn wir auch dem vermeint- 
lichen Schöpfer des Planes nicht die für ihn beanspruchte 
Stellung einräumen können, wenn auch das Verdienst sich 
unter Mehrere vertheilt und am Chore nicht sowohl in der 
Erfindung, als in der Ausführung besteht, so gicbt doch 
eben diese unvergleichliche Ausführung, die weise Berech- 
nung und Abwägung der Massen, das feine Gefühl, wel- 
ches sich in jedem Theile äussert, schon dem Chorbau eine 
ausgezeichnete, in allen Zeiten anerkannte Bedeutung, und 
es ist von hohem Interesse, die Namen der Urheber des- 
selben kennen zu lernen. Auch hier indessen haben wir 
zunächst einige Prätendenten zurückzuweisen. 
Nicht unbedeutende Stimmen haben es Wenigstens für 
sehr Wahrscheinlich erklärt, dass kein Geringerer, als der 
berühmte Albertus magnus, Albert von Bollstämlt, der 
grösste deutsche Gelehrte und Philosoph des (lreizehnten 
Jahrhunderts, den seine ungewöhnlichen physikalischen und 
mathematischen Kenntnisse in den Ruf der Zauberei brach- 
ten, der Schöpfer eines so bedeutenden Werkes gewesen 
sein könne  Albert lebte von 1249 bis 1260 als Mönch 
und Lehrmeister im Dominikanerkloster zu Köln, zog sich 
auch, nachdem er nur drei Jahre die bischöfliche Würde 
in Regensburg ertragen hatte, wieder in die Stille dieses 
Klosters zurück, und es scheint auch, dass er hinlängliche 
architektonische Kenntnisse besass, um einen einfachen Bau 
Ü Zuerst der Kanonikus Böcker mit Wallraffs Zustimmung in 
dessen Beiträgen zur Geschichte def Stadt Köln 1818, S. 195, dann 
(1844) mit bestimmterer Behauptung Krauser in den Kölner Dombrie- 
fe-n S. 193 ff.
        

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