Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-958049
Geschichte 
des 
Kölner 
Domes. 
525 
Dombau empfangene Gelder unterschlugen, Strafen andro- 
hete ab). Auch finden wir darin eine Spur rascheren Fort- 
schreitens, dass das Domkapitel im Jahre 1337, obgleich 
die bisherigen Steinbrüche im Gebrauche blieben, ein neues 
Terrain zu diesem Zwecke erwarb, dessen Steine man an 
den Fundamenten des südlichen Thurmes vorgefunden hat, 
so dass bis dahin die Fundamentirung des ganzen gewal- 
tigen Langhauses schon vollbracht sein musste. 
Steht es hiernach fest, dass das Langhaus des alten 
Domes bis zur Einweihung des neuen Chores im Gebrauche 
blieb, so liesse sich doch denken, dass dies nur eine pro- 
visorische Maassregel gewesen, um die Fortdauer des 
Dienstes zu sichern, und dass man bei der Grundstein- 
legung von 1248 den Neubau, nicht bloss des Chores, 
sondern der ganzen Kathedrale, und mithin auch den künf- 
tigen Abbruch des Langhauses im Auge gehabt habe. 
Allein unsere urkundlichen Nachrichten widerstreiten auch 
dieser Annahme. Die Bulle vom 21. Mai 1248 spricht 
nur von einer diuch das Kapitel beabsichtigten prachtvollen 
Reparatur des Domes. Die Inschrift vom Jahre 1320, 
indem sie der Grundsteinlegung durch Conrad von Hoch- 
staden erwähnt, schreibt demselben nur das Verdienst der 
Vergrösserung (ampliat hoc templurn) zu. Nirgends fin- 
det sich eine Andeutung des schon ursprünglich beabsich- 
tigten Neubaues. Dazu kommt, dass die zahlreichen Me- 
morienstiftimgen im Dome, die Wir aus den Jahren 1274 
bis 1319 besitzen im), keine Spur davon enthalten, dass 
die Stifter derselben den Abbruch des alten Domes vorher- 
sahen. 
dieser 
dass das blosse Schweigen 
wenn darin bestimmte Al- 
Es ist zwar richtig, 
Urkunden, selbst dann, 
3) Crombach a. a. O. S. 823. 
31') Bei Lacomblet im Archiv 
gewürdiget. 
abgedruckt und 
111 ff.
        

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