Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-957966
Geschichte 
des 
Kölner 
Domes. 
517 
der Kölner Erzbischöfe von Conrad von-Hochstaden be- 
merkt, dass dieser in der neuen Kirche" an der Stelle be- 
graben sei, wo er selbst den Grundstein gelegt hatte k). 
Es kann sein, dass diese Feierlichkeit von dem stolzen 
und prachtliebenden Erzbischofe wegen der Anwesenheit 
König Wilhelmis von Holland und anderer vornehmer Gä- 
ste M] beeilt wurde, und es ist nach anderen weiter unten 
anzuführenden Umständen sehr wahrscheinlich, dass die 
Vorbereitungen zum wirklichen Bau damals noch sehr im 
Rückstande waren. Aber irgend welche Vorbereitungen 
müssen doch vorhanden, eine Stelle des neuen Chores muss 
doch schon festgestellt gewesen sein, damit der Grundstein 
gelegt werden konnte. 
Das Dunkel, Welches auf diesem Hergange ruhet, würde 
völlig beseitigt sein, wenn man einer neuerlich aufgefun- 
denen Stelle in einer noch aus dem dreizehnten Jahrhundert 
stammenden Geschichte der Kölnischen Erzbischöfe vollen 
Glauben beimessen dürfte 44W). Nach dieser Erzählung ist 
nämlich jener Brand bei den Arbeiten zum Behufe einer 
a] Sepultus est in ecclesie majoris nova domo, eodem in loco 
Ubi presul ejusdem operis primum posuit fundamentum. (Böhmer Fon- 
tes rer. Germ. II, 292.) Er bestätigt daher wenigstens eine Grund- 
steinlegung durch Conrad, wenn er auch nicht das Jahr 1248 nennt. 
m?) Die Beschreibung der Feierlichkeit bei Boisseree ist eine 
imaginäre, indessen ist! die damalige Anwesenheit der von ihm genann- 
ten fürstlichen Personen in jenen Gegenden erwiesen. 
'41) Bei Boisseree in den Jahrbüchern und im Domblatt a. a. O. 
nach Böhmefs Mittheilung abgedruckt. Zufolge Boissereels Angaben 
Über die "Geschichte der Erzbischöfe", in deren Würzburger, aber erst 
aus dem Sieblehnten Jßmhllndßrt stammender Abschrift Böhmer diese 
Stelle fand, scheint dieselbe identisch mit dem Catalogus arehiep. Co- 
1on., den Böhmer in den Fontes II, 271 ff, aber nur bis zum Jahre 
1230 (soweit ihn Caesar von Heisterbach bearbeitet) publicirt hat. Es ist 
Zll bedauern, dass Lacomblet sich nicht über die Glaubwürdigkeit dieser 
Stelle, Böhmer sich nicht darüber geäussert hat, ob sie in den anderen 
Abschriften der Fortsetzung, die sich in mehreren Bibliotheken finden, 
fehlt oder ebenfalls vorkommt.
        

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