Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-957808
Die 
Münster 
VOII 
Strasburg 
und 
Freiburg. 
501 
dene Lancetfenster stehen k). Indessen waren diese Ein- 
Wirkungen auch hier doch nur vereinzelt. In Strasburg 
hat der Vorbau der Thomaskirche M) streng romani- 
schen Spitzbogenstyl wie ähnliche deutsche Bauten, und 
auch am Iheuzschifle des Münsters entsprechen die Zwerg- 
gallerien, die grossen Rosenfenster, die Portale mit ihren 
hufeisenförmig erweiterten Kreisbögen eher der deutschen 
als der französischen Schule. Jedenfalls waren auch in 
diesen oberen Gegenden des Rheinthales keine entschei- 
denden Schritte in der Richtung des gothischen Styles ge- 
than, als derselbe am Dome zu Strasburg und gleich- 
zeitig au dem benachbarten Münster zu Freiburg im 
Breisgau ggf) und zwar sofort in sehr reiner und ausge- 
bildeter Gestalt auftrat. Die genauen Daten, welche Wir 
in Beziehung auf beide Kirchen besitzen, fallen zwar schon 
in die zweite Hälfte des Jahrhundert-s, die Vollendung des 
Freiburger Münsters, mit Ausnahme des Thurmes und des 
sehr viel späteren Chores, um 1272  die des Schiffes 
des Strasburger Domes in das Jahr 1275  Indessen 
i") Golbery und Schweighaeuser, Antiquites de l'Alsace, Taf. 23. 
H) Schneegans, Peglise de St. Thomas, 1842. 
m") Das Münster zu Freiburg bekanntlich bei Moller a. a. O. 
Bd. 2, und mit Text von Schreiber in den Denkmälern des Oberrheins, 
Karlsruhe 1829, das zu Strasburg in dem letztgenannten Werke mit 
Text von Schreiber, und in Chapuy's Gath. frane. V01. I, mit Text 
von Schweighaeuser. 
1') Schreiber S. 5. Die Annahme des Verfassers, dass der west- 
liche Theil des Langhauses schon bis zum Jahre 1218 vollendet ge- 
wesen sein müsse, knüpft sich an das an einer Stelle desselben ein- 
gemauerte Grabmal des in diesem Jahre verstorbenen Herzogs Bert- 
hold V. von Zähringen. Allein der Grabstein stammt, wie schon die 
Tracht des Verstorbenen beweist, aus dem vierzehnten oder frühestens 
dem Ende des dreizehnten Jahrhunderts. 
des Künigshofen, der zwar erst im vier- 
aber ein glaubhafter Berichterstatter ist, 
haben konnte. Schreiber a. a. O. S, 24, 
 Nach der Chronik 
zehnten Jahrhundert schrieb, 
und noch zuverlässige Kunde
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.