Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-957308
Der 
Dom 
Zll 
Bamberg. 
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Kreuzschilf führende St. Galluspforte, rundbogig und 
mit romanischen Details, aber mit Statuen zwischen den 
schlanken Säulen, lllld mit kräftiger Gliederung der Ar- 
chivolten, anscheinend der älteste Theil des jetzigen Ge- 
bäudes, kann nicht früher als gegen das Ende des zwölften 
Jahrhunderts gesetzt werden. Das Langhaus mit seinen, 
dem Naumburger Dome ähnlich gegliederten Pfeilern und 
den spitzbogigen ebenfalls stark gegliederten Archivolten 
Wird daher, obgleich die Rohheit der Details und die Härte 
des zu dem ganzen Gebäude verwendeten rothen Sandsteins 
dem Ganzen ein schwerfälliges alterthümlicheres Ansehen 
geben, erst im dreizehnten Jahrhundert entstanden und 
mithin jenen früher genannten Kirchen gleichzeitig sein. 
Das bedeutendste und reichste Werk dieser ganzen 
Gruppe, eine der edelsten Leistungen des deutschen Ueber- 
gangsstyles und vielleicht der deutschen Architektur aller 
Zeiten, ist der Dom zu Bamberg  Er besteht aus 
einem dreischifligen Langhause mit zwei hochgelegenen 
Chören und Krypten, und einem, jedoch ungewöhnlicher 
Weise mit dem westlichen Chore verbundenen Querschiliia. 
Die Dimensionen sind bedeutend; die Länge in ganzer 
Ausdehnung 335 Fuss, die Breite 97 Fuss. Neben jeder 
Chorapsis steigen zwei Thürme auf, welche dem Ganzen 
ein imposantes Ansehen verleihen, die östlichen viereckig, 
durch Bogenfriese in viele, mit Fenstern geschmückte Stock- 
Werke getheilt, die westlichen, ähnlich dem westlichen des 
Dßmes zu Naumburg, mit durchbrochenen Treppenthürm- 
 Landgraf, der Dom zu Bamberg; Heller, Gesch. d. Domk. zu 
B- 1837; Kngler, kl. Sehr. I, 152 -162; Waagen, Künstler u. K. 
W. in Deutschland I, 75. Eine Ansicht des Inneren in v. Chlingens- 
PQTES Königreich Bayern, 1840 ff. Ansichten des Aeusseren häufig. 
Eine gründliche, mit genauen architektonischen Zeichnungen begleitete 
Publikation fehlt gänzlich , und ist um so wünschenswerther, als das 
ausgezeichnete Gebäude manches Rälhselhafte enthält. 
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