Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-957040
Bronnbach. 
425 
die Behandlung der Basis und des 
vertretenden Theiles. Wir haben 
die Stelle des Eckblattes 
früher einen in Sachsen 
öfter vorkommenden Versuch kennen gelernt, das Eckblatt 
gewissermaassen organisch zu rechtfertigen, indem man es. 
Wie eine Hülse behandelte, Welche den Pfühl Lunschliesst 
und in den Ecken der Plinthe weiter hinaufwächst (Band 
IV, Abth. 1, S. 167). Hier hat man einen ähnlichen Ge- 
danken durchgeführt, nur dass diese Hülse nicht von unten 
nach oben, sondern umgekehrt von oben nach unten Wächst 
und sich anlegt, und dies mit mehreren sinnreichen Va- 
riationen. In einigen Fällen erscheint 
 l sie nämlich wie eine zarte Haut, welche 
 am oberen Rande des Pfühls im ganzen 
 l Umfange anhebt und in den Ecken sich 
 zu Voluten aufrollt, dazwischen aber 
mumnmimmmulnnm in wechselnden Bogenlinien abstirbt. 
1.. Sachsen. In anderen Fällen bildet sich dagegen 
"wo 1 eine stärkere Schale, Welche 
m;    wie die der Nuss einen gleich- 
t?   gestalteten kleineren Kern um- 
Pi  giebt und da, wo sie über 
9„  die Plinthe herüberrilgen Wür. 
xnmm de, abgeschnitten ist, so dass 
llm,  Erlüävimllwml  sie 111er den inneren Kern 
 i'll"? lliillllii M! sehen lässt, während sie in 
Bronnbuch. 
den Ecken neben dem Kerne 
mit 
einem 
kleinen 
Zwischenraume 
VOll 
demselben 
stehen 
geblieben ist und S0 die Lücke ausfüllt. Besonders an- 
muthig ist die Ausführung der Basis an den drei ziemlich 
reich mit monolithen Säulen geschmückten rundbogigen 
Portalen der Westseite. Neben diesen feiner ausgebildeten 
Theilen ist dann die fast bis zur Rohheit gesteigerte Ein- 
fachheit mancher anderen, namentlich der Wandpilaster in
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.