Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-956573
Sechstes 
Kapitel. 
Der 
deutsche 
Uebergangsstyl; 
die 
Schulen 
strengerer 
Richtung. 
während in den Rheinlanden der eben geschilderte deco- 
rative Styl und im südlichen Deutschland die Neigung zu 
phantastischer Ornamentation sich verbreiteten, entstanden 
auf anderen Stellen Neuerungen fast entgegengesetzter Art, 
welche, anstatt auf vermehrten Schmuck hinzufuhren, eher 
die Einfachheit und Strenge der älteren Bauten noch stei- 
gerten. Ihren localen Sitz hatte diese Richtung hauptsäch- 
lich in den niederdeutschen, flachen und nach der Meeres- 
kiiste zu gelegenen Provinzen, allein sporadisch und aus 
besonderen Ursachen trat sie auch in anderen Theilen 
Deutschlands auf, und gewann mehr und mehr an Einliuss. 
Schon in West phalen  also in unmittelbarer Nähe 
des Rheinlandes, lernen wir diese Richtung kennen. Nir- 
gends zeigt sich die unvertilgbare Verschiedenheit einzelner 
Bruderstämme desselben Volkes auffallender, als wenn 
man, nur Wenige Stunden vom Laufe des Rheines, die 
Gränze überschreitet, welche die Wohnsitze des fränki- 
schen Stammes von denen des sächsischen scheidet, und 
sofort andere Sprachtöne, andere Sitten lllld Ansichten 
 Vgl. hier überall das bereits angeführte vortreffliche Werk von 
Lübke, die mittelalterliche Kunst Westphalens.
        

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