Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-956216
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Rheinlande. 
schlanken Rundstämmen weniger entsprach, Kelchform mit 
derb gearbeitetem knospenförmigem Blattwerk. Die ein- 
fache, kräftige attische Basis erschien dem jetzigen Ge- 
schmacke zu schwer, man begnügte sich nicht mehr mit 
  g  _ W    dem Eckblatt, sondern gab häu- 
  üg dem Wulste eine gedrückte,- 
l über das Fussgestell ausladende 
 iilllullllll Y Gestalt, der Kehle geringeren 
j i! i:  I Umfang oder grössere Vertie- 
l  li f-   j fung, setzte also auch hier an 
Lsfi  i jiby  die Stelle der vollen Kreislinie 
I: räll c l m;  andere mehr bedingte, weichere 
 Curven. Aus der Verwendung 
der mgnolißeil Rundstämmlilund 
  aus er ei unv zu sc an- 
 keren und zäzrliijhen Formen. 
  i! ' ergab sich dann von selbst die 
"Vs  Erfindung der Ringsäulen, 
Kapeue zu Kobum die aus ähnlichen Ursachen 
auch in Frankreich im früh-e 
NVM 
  
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Kirche zu Immer:- 
darf. 
gothischen Style aufgekommen waren. Bil- 
dete man nämlich diese Schäfte sehr schlank, 
oder wollte man, um den Anschein eines 
hoch hinaufgehenden Stammes zu erlangen, 
mehrere übereinander stellen, so ergab sich, 
theils um sie zu verbinden oder an bedenk- 
lichen Stellen zu sichern, theils um das Auge 
zu beruhigen, die Nothwendigkeit, sie auf 
halber Höhe oder auf mehreren Stellen mit 
Bingen zu umgeben, um sie an der Wand 
zu befestigen oder zu kräftigen. Diese Ringe 
wurden dann oben und unten gleich, als ein- 
facher Wulst oder nach dem Vor-bilde der
        

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