Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-955618
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Der 
frühenglische 
Styl. 
ley mit einem Halbkreisbogen und die der zweitheiligen Ar- 
caden am 'l'rif'orium der Kathedrale von Salisbury mit einem 
du v,  stinnpfen Spitzbogen über- 
 deckt. Dies gab indessen 
 ÄÄWi  eine sehr getirückte Gestalt, 
t   A. . welche die Anwendung von 
I1;  A, wirklichem Maasswerk 
  I   nicht wohl gestattete. Man 
 machte daher verschiedene 
.1    Versuche, um die Beibe_ 
' i   haltung steiler Bögen mit 
I' Ä  5    i;  dem "Maasstverk zu verei- 
äiiii" ä "fit" 1' li"lili7riiiliii' nigen. In einigen Fällen 
bildete man die Bögen 
Knth. v. Salisbury. 
 sämmtlich gleichartig und 
steil, dann erhielt man aber ein zu grosses Bogenfeltl, 
welches nur durch die schwierige Häufung verschiedener 
Kreise und Pässe ausgefüllt werden konnte. Andere schlu- 
gen daher einen anderen Weg ein, welcher in der That 
wieder zu einem Systeme, aber zu einem von dem conti- 
nentalen abweichenden, führte. Sie verzichteten nämlich 
darauf, die Bögen gleichartig zu machen, und construirten 
sie vielmehr alle aus demselben Centrum, so dass der 
grössere Bogen nicht derselbe Theil eines, anderen Kreises, 
sondern ein grösserer 'l'l1eil desselben (nur um die Dicke 
der Gliederung erweiterten) Kreises ist, sich also nicht 
von dem kleineren Bogen ablöst, sondern ihm parallel lmd 
anliegend bis zu seiner Spitze neben ihm aufsteigt, und 
erst oberhalb derselben seinen Weg bis zu seiner eigenen 
Spitze allein fortsetzt. Auf diese Weise bildet sich in 
einem zweitheiligen Fenster zwischen der Innenseite des 
grösseren und den Aussenseiten der kleineren Bögen eine 
rautenförmige Oeffnung, und in einem nleln-tlieiligen Fen-
        

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