Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-955569
Decorative 
Ausstattung. 
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später im WVesentlichen alle Zierde aus dem Nothwendigen 
und Nützlichen her-leitete, suchte jener gleich bei seinem 
Beginne nach leeren Stellen, Welche die Anbringung einer 
bedeutnngslosen Decoration duldeten. Auch hier Waren 
Reminiscenzen des normannischen Styls maassgebend. Zwar 
verzichtete man darauf, die Wandrälnne neben den Bögen 
mit teppichartigen Mustern zu bedecken; auch konnte man 
den gegliederten, von schlanken Säulchen umstellten Pfeiler 
nicht mehr wie die einfachen Rimdstämme der älteren Kir- 
ehen mit Kanelluren oder Rauten völlig überziehen. Aber 
man Wich in der That nur der Nothwendigkeit und brachte 
daher an den Stellen des Pfeilers, welche dafür zugänglich 
Waren, namentlich an den abgefaseten oder ausgehöhlten 
Seiten des Kerns, wo sie zwischen den Säulen sichtbar 
Waren, eine nun um so kräftigere Ornamentation an. Ebenso 
gab man es auf, die Scheidbögen mit Zickzacklinien ein- 
zufassen, aber man gestattete sich dafür ähnliche Orna- 
mente wie zwischen jene Säulen auch zwischen die Rund- 
stäbe der Bogengliedenmg zu legen. In beiden Fällen be- 
stand denn die Ornamentation in einem dort senkrecht, hier 
nach der Richtung des Bogens mit einzelnen, unverbundenen 
Blumen, Sternen oder ähnlichen Figuren belegten Streifen. 
Besonders beliebt war da- 
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 bel er s g un s 
 "    zahn (dog-tootil oder 
 1 x  schlechtweg tooth), e1- 
gentlieh eine vierblätte- 
rige Blume, nur mit herausgekehrter Spitze 
  und dadurch an die Gestalt eines Spitz- 
mlßfjifmlhöfiiiiiii zahnes erinnernd. Sieht man näher zu, so 
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QWMWM  erkennt man, dass den melsten dleser F1- 
'  guren und namentlich diesem, während 
Toot x-ornnmen  
dieser Epoche wahrhaft wuchernden Zahn-
        

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